Schiffbau
MV-Werften-Eigner Genting stellt Antrag auf Abwicklung

Für die MV Werften ist vor rund einer Woche Insolvenz beantragt worden. Foto: Stefan Sauer/dpa

© dpa-infocom GmbH

Die Zukunft der insolventen MV Werften bleibt unklar. Nun scheint auch der Mutter-Konzern Genting zu kapitulieren. Verhandlungen mit Gläubigern blieben erfolglos.

Der Eigner der insolventen MV Werften in Wismar, Genting Hongkong, hat einen Antrag auf Abwicklung gestellt.

Wie das Unternehmen an der Hongkonger Börse mitteilte, reichte es beim zuständigen Gerichtshof in Bermuda zudem Vorschläge für die Ernennung vorläufiger Insolvenzverwalter ein, die an einer Restrukturierung arbeiten und Verhandlungen mit Gläubigern führen sollen. Eine Anhörung soll am 20. Januar stattfinden.

Man habe sich zu den Schritt entschieden, nachdem alle Anstrengungen unternommen worden seien, um mit Gläubigern und Anteilseignern zu verhandeln. Der Handel mit den Aktien des Konzerns ist bereits seit Dienstag an der Hongkonger Börse ausgesetzt, nachdem der Konzern mitgeteilt hatte, einen Antrag auf vorläufige Liquidation zu erwägen.

Folgen zunächst unklar

Der asiatische Tourismuskonzern, der unter anderem Kreuzfahrten und Glücksspiel anbietet, ist infolge der anhaltenden Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten. Davon ist auch seine Tochtergesellschaft MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern betroffen, wo Genting Kreuzfahrtschiffe für den eigenen Bedarf bauen ließ.

Welche Folgen der Antrag auf Abwicklung von Genting für die MV Werften und den erhoffte Fertigbau des weltgrößten Kreuzfahrtschiffes «Global Dream» haben könnte, blieb zunächst unklar.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern weigert sich seit einem Monat, einen im Sommer vereinbarten Hilfskredit in Höhe von 78 Millionen Euro an Genting auszuzahlen. Zu…