Bei ihrem ersten Amtbesuch in Russland versuchte Außenministerin Annalena Baerbock die Wogen zu glätten. Das Verhältnis zwischen Russland und der Nato ist angespannt. Wieder einmal geht es um die Ukraine. So urteilt die Presse über das Treffen mit dem russischen Kollegen.

Der Konflikt um die Ukraine droht zu eskalieren. „Wir befinden uns jetzt in einem Stadium, in dem Russland jederzeit einen Angriff auf die Ukraine starten könnte“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Dienstag in Washington. Die Lage sei „äußerst gefährlich“. Russland hatte zuletzt Truppen an der Grenze zum Nachbarstaat Ukraine positioniert. Hierfür fand auch Bundeskanzler Olaf Scholz deutliche Worte. Das Land möge seine Truppen an der Grenze zum Nachbarland reduzieren. Andernfalls drohten „hohe Kosten“, sollte Russland die Ukraine überfallen.

Wegen eines massiven russischen Truppenaufmarsches an der Grenze zur Ukraine befürchtet der Westen, dass Russland einen Einmarsch in das Nachbarland vorbereitet. Die Regierung in Moskau bestreitet das.

Am Donnerstag war Außenministerin Annalena Baerbock für ihren Antrittsbesuch nach Moskau gereist. Dort traf sie ihren Kollegen Sergeij Lawrow. Im Gespräch warb Baerbock für eine rasche Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt. „Jetzt ist es wichtig, den Normandie-Prozess wieder mit Leben zu füllen“, sagte Baerbock bei ihrem Antrittsbesuch in Moskau. An dem Normandie-Format für eine Lösung des Konflikts im Osten der Ukraine, wo von Russland unterstützten Separatisten seit Jahren gegen die ukrainische Regierung kämpfen, sind Deutschland, Frankreich, die Ukraine und Russland beteiligt. Es sei gut, dass sich alle zum Minsker Friedensplan bekannt hätten, meinte die Grünen-Politikerin.

Und wie hat sich Deutschlands neue Außenpolitikerin bei ihrem ersten Treffen mit dem Diplomatie-Urgestein geschlagen? So kommentiert die Presse den…