Kontaktverfolgung – und dann?
Luca nach der Pandemie: So will sich die umstrittene App in die Zukunft retten

Rapper Smudo hatte in die Luca-App investiert – und sie immer wieder verteidigt

© Axel Heimken / DPA

von Malte Mansholt
19.01.2022, 13:25 Uhr

Mit dem Ende der Pandemie wird auch die Kontaktverfolgung ihren Sinn verlieren – und auch die darauf spezialisierte App Luca. Nun haben die Macher der App verraten, wie sie weiter relevant bleiben wollen.

Wer hatte wann mit wem Kontakt – diese Frage soll den Gesundheitsämtern seit Beginn der Pandemie helfen, mögliche Infektionensketten zu brechen. Eine Unterstützung dabei wollte die Luca-App sein. Innerhalb kürzester Zeit schaffte es die App durch die Pandemie, sich in unzähligen Gastronomie-Betrieben und Ladengeschäften zu etablieren. Jetzt könnte bald das Ende der Beschränkungen anstehen. Und damit auch das Ende der Notwendigkeit für Luca.

Das ist wohl auch den Machern der App, den Unternehmen Culture4Life, beziehungsweise Nexenio, aufgefallen. „Viele Experten erwarten im Laufe des Jahres eine endemische Situation in Deutschland „, beginnt ein Blogpost zur Zukunft der App. Die steht nämlich durchaus auf dem Spiel. Anders als bei der aktuellen Pandemie würde bei einer endemischen Situation dann nicht mehr eine ständige, konkrete Infektionsgefahr bestehen. Das Virus würde in der von Experten wie dem Virologen Christian Drosten erwarteten Situation dann ähnlich wie die Grippe Teil des Alltags sein, eine ständige Kontaktverfolgung entfiele. Luca will deshalb sein Angebot überarbeiten – und sich als Partner für Gastronomen und Läden umdefinieren.

Luca neu gedacht

Zunächst wird allerdings das Kern-Angebot umgekrempelt. Anders als aktuell gibt es in einer endemischen Situation in der Regel nur einzelne, lokale Ausbrüche. Eine allgemeine Verpflichtung zur Kontaktverfolgung und die…