Achtelfinale zwischen Köln und Hamburg
DFB-Pokal: Warum Köln den letzten Elfer verwandelte und dennoch rausflog

Weil Kölns Florian Kainz bei seinem Elfmetertreffer einen Regelverstoß begeht, pfeift Schiedsrichter Daniel Schlager das Achtelfinale ab

© Alex Grimm / Getty Images

Ein kurioses Ende für ein kurioses Spiel: Den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals sichert sich der Hamburger SV erst im Elfmeterschießen. Dabei hatten die Kölner den Ausgleich fast auf dem Konto – wäre da nicht das Regelwerk.

Die Achtelfinalbegegnung zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV entwickelte sich zu einem echten Pokal-Krimi. Eigentlich gingen die Geißböcke als klare Favoriten gegen die in der zweiten Bundesliga zuletzt strauchelnden Hanseaten. Im Laufe der Partie ließen die Rheinländer jedoch einige hochprozentige Chancen liegen, die Hamburger brachten das Spiel zusehends unter ihre Kontrolle.

In einer turbulenten Verlängerung retteten sich die Kölner buchstäblich in letzter Minute ins Elfmeterschießen. Spätestens ab da wurde es kurios.

Beim Stand von 3:4 trat Kölns Florian Kainz als fünfter Schütze für die Geißböcke an den Elfmeterpunkt. Der Ball ging ins Netz – doch zählte der Treffer nicht. Schiedsrichter Daniel Schlager pfiff die Partie ab, die Hanseaten jubelten. Die Kölner standen sichtlich verdutzt auf dem Rasen.

Regelwidrige Doppelberührung

Der Grund: Kainz war bei der Ausführung des Elfmeters leicht weggerutscht und hatte den Ball zuerst mit dem Standbein berührt, bevor er zum vermeintlichen Ausgleich traf. Eine regelwidrige Doppelberührung. Im DFB-Regelwerk heißt es: „Der Elfmeter ist abgeschlossen, wenn sich der Ball nicht mehr bewegt, er aus dem Spiel ist oder der Schiedsrichter das Spiel wegen eines Vergehens unterbricht. Der Elfmeterschütze darf den Ball kein zweites Mal spielen.“