Erstmals haben sich in Deutschland offiziellen Angaben zufolge innerhalb eines Tages mehr als 100.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der Neuinfektionen mit 112.323 an. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sagte, er erwarte den Höhepunkt der Omikron-Welle des Virus für Mitte Februar in Deutschland.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreichte laut des Robert Koch-Instituts (RKI) einen neuen Höchstwert von 584,4. Am Vortag hatte der Wert noch bei 553,2 gelegen, vor einer Woche bei 407,5. Bundesgesundheitsminister Lauterbach glaubt, dass die Zahlen des RKI nach wie vor das tatsächliche Ausmaß des Infektionsgeschehens in Deutschland unterschätzen. Die tatsächliche Inzidenz dürfte „ungefähr“ um den „Faktor zwei“ über der vom RKI gemeldeten Inzidenz liegen, sagte er dem Sender RTL. 

Kommt die Grundimmunität?

Trotz seines erneuten Appells, sich impfen zu lassen, um auch eine neue Welle im Herbst zu verhindern, teilt der Gesundheitsminister die Auffassung von Experten wie dem Berliner Virologen Christian Drosten, dass sich irgendwann jeder infizieren werde. Das bedeute aber nicht, dass die Impfung überflüssig sei. „Es gibt immer noch keine Grundimmunität besonders bei Alten und Kranken“, warnte der Minister, der daher einen schnellen Beschluss des Bundestags zur Einführung einer Impfpflicht forderte.

Kommt die Impfpflicht? Der Bundestag ist gefragt

Der Bundestag will sich noch im Januar in einer sogenannten Orientierungsdebatte mit einer allgemeinen Impfpflicht befassen. Über konkrete Anträge könnte fraktionsübergreifend im Februar oder März beraten werden. Aktuell sind in Deutschland 72,8 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen Corona geimpft, 47,6 Prozent haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Weitere Folgen der Pandemie

Seit Pandemie-Beginn verzeichneten die Gesundheitsämter laut den jüngsten Angaben des Instituts mehr als acht Millionen Infektionsfälle. Die Gesamtzahl der…