von Leonie Scheuble
18.01.2022, 18:24 Uhr

Während Deutschland noch über die Impfpflicht diskutiert, sind andere Länder schon einen Schritt weiter. In Indonesien und Turkmenistan gilt die Pflicht bereits, im ersten EU-Land soll sie zum Februar kommen. Ein Überblick.

Kaum ein Wort befeuert die Corona-Debatte in Deutschland so sehr wie die Impfpflicht. Jede Woche gehen in mehreren deutschen Städten tausende Menschen gegen die drohende Pflicht auf die Straße. In aktuellen Umfragen spricht sich hingegen eine deutliche Mehrheit für eine allgemeine Corona-Impfpflicht aus.

Auch in der Bundesregierung ist man sich nicht einig. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat eine Impfpflicht „bis Anfang Februar, Anfang März“ anvisiert. Gleichzeitig rücken beim Koalitionspartner FDP immer mehr von der Idee ab. Viele Liberale stellen sich angesichts der hochansteckenden Omikron-Variante, die mutmaßlich aber weniger gefährlich ist, die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Für Gesundheitsminister Karl Lauterbach steht jedoch fest, dass Deutschland nur mit einer Impfpflicht eine angemessene Impfquote erreichen kann – aktuell liegt diese bei rund 73 Prozent.

Ein Blick ins Ausland zeigt, dass auch andere Länder den Pflicht-Weg einschlagen, wie beispielsweise Indonesien und Turkmenistan. Als erstes EU-Land plant Österreich die Einführung für Februar. Andere Staaten wie Frankreich, Italien oder Griechenland setzen hingegen auf eine Teil-Impfpflicht. Ein Überblick.

Hier gilt bereits die allgemeine Impfpflicht

Indonesien ist bisher das bevölkerungsreichste Land, indem eine allgemeine Corona-Impfpflicht gilt. Die Präsidialrepublik mit rund 273 Millionen Einwohnern hat im Februar 2021 eine Impfpflicht für alle Bürger ab 18 Jahren eingeführt. Doch wegen logistischer Probleme und Impfstoffknappheit liegt die Impfquote in dem Inselstaat gerade einmal bei fast 43…