Halluzinogene
Forscher entschlüsselt Natur-Droge, die Wikinger in wilde Berserker verwandelte

Die Serie „Vikings“ führte zu einem großen Interesse an den Wikingern.

© Vikings / PR

von Gernot Kramper
16.01.2022, 08:26 Uhr

Die Berserker waren gefürchtete Gegner. Diese Wikinger versetzen sich in einen blutigen Rausch und fielen im Mittelalter wie wilde Tiere über ihre Gegner her. Ein Ethnobotaniker hat nun herausgefunden, welches Mittel sie in den Rausch versetzte.

Die Wikinger waren gefürchtete Krieger, aber besonders berüchtigt waren die Berserker unter ihnen. Das waren besondere Krieger, die nackt, bemalt und mit Fellen bedeckt in die Schlacht zogen. Zuvor steigerten sie sich in eine animalische Raserei und Wut. Ihre Kampfeslust war ungeheuerlich und kaum zu kontrollieren. Andere Wikinger waren gut beraten, den Rasenden aus dem Weg zu gehen. In ihrer Wut gingen sie unkontrolliert auf jeden los, der sich in ihnen in den Weg stellte. In der Schlacht waren sie kaum zu kontrollieren und kämpften bis zum Tod, auch schwere Verletzungen führten nicht dazu, dass sie das Gefecht aufgaben.

Berserker heulten wie Tiere

Für eine intelligente Kriegsführung mit komplizierten Manövern einzelner Soldaten, wie sie die Römer kannten, wären die gefährlichen Verrückten kaum zu gebrauchen. Aber im frühen Mittelalter waren sie eine Waffe, die Schlachten entscheiden konnten. Bei den damaligen Gefechten war es entscheidend, dass die Kämpfer eine lange Linie auf dem Schlachtfeld bildeten, die sich gegenseitig mit ihren Schilden deckten. Die Seite, deren Schildwall aufgerissen wurde, musste meist hohe Verluste einstecken und die Schlacht verloren geben.

Die Berserker sollten mit ihrer Wut den Gegner in Panik versetzen und den Durchbruch erzwingen, koste es, was es wolle. Sie verwandelten sich dabei in wilde Tiere. Sie heulten wie die Wölfe und bissen vor…