Banken
Kaum noch Datenklau am Geldautomaten

Die Schäden infolge von Datenklau an Geldautomaten in Deutschland haben sich 2021 weiter verringert und im Gesamtjahr einen Tiefstand erreicht. Foto: Oliver Berg/dpa

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Weniger Fälle, weniger Schaden: Der Datenklau an Geldautomaten in Deutschland wird immer mehr zum Auslaufmodell. An anderer Stelle richten Kriminelle inzwischen weitaus höhere Schäden an.

Auslaufmodell «Skimming»: Die Schäden infolge von Datenklau an Geldautomaten in Deutschland haben sich 2021 weiter verringert und im Gesamtjahr einen Tiefstand erreicht.

Auf 570.000 Euro summiert Euro Kartensysteme den Bruttoschaden durch sogenannte Skimming-Angriffe im vergangenen Jahr. Das teilte die Frankfurter Einrichtung, die sich im Auftrag der Deutschen Kreditwirtschaft um das Sicherheitsmanagement für Zahlungskarten kümmert, auf Anfrage mit.

136 Mal manipulierten Kriminelle im vergangenen Jahr demnach bundesweit Geldautomaten, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen. Dabei können einzelne Automaten mehrfach angegriffen worden sein. Der englische Begriff «Skimming» bedeutet «abschöpfen» oder «absahnen».

Finanzbranche: In Sicherheit investiert

Um illegal an Daten von Bankkarten zu kommen, manipulieren Kriminelle zum Beispiel den Schlitz am Geldautomaten – oder sie versuchen, über gefälschte Türöffner an die Daten zu gelangen. Mitunter wird die Eingabe der PIN auch mit Mini-Kameras gefilmt oder über einen gefälschten Tastaturaufsatz gespeichert.

Im Jahr 2020 hatte es noch 152 solcher «Skimming»-Attacken auf Geldautomaten in Deutschland gegeben, der Schaden belief sich auf rund 1,06 Millionen Euro. Zu Hochzeiten in den Jahren 2011 und 2012 waren es noch jeweils 34 Millionen Euro.

Dass die «Skimming»-Schäden seit Jahren…