Verteidungsministerin
Lambrecht fordert höheren Wehretat

Christine Lambrecht fordert mehr Geld für die Bundeswehr. Foto: Kay Nietfeld/dpa

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Die neue Verteidigungsministerin legt im Bundestag ihre Pläne vor. Die Ausrüstung der Bundeswehr soll nach dem Willen von Christine Lambrecht umfassend modernisiert werden.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht sieht Europa vor großen sicherheitspolitischen Herausforderungen und fordert einen weiterhin steigenden Wehretat.

«Unsere Ausgaben für die Verteidigung müssen weiter steigen. Wir brauchen dieses Geld, um unsere Truppe mit dem nötigen Material auch zu versorgen», sagte die SPD-Politikerin am Freitag zum Auftakt einer Aussprache im Bundestag. Es war die erste größere Rede der neuen Ministerin zu ihren Plänen für die Bundeswehr.

Lambrecht beklagte, es gebe zu viele Missstände bei der Ausrüstung. «Hubschrauber, die nicht fliegen, Gewehre, die nicht treffen, haben zu oft für Gespött gesorgt», sagte Lambrecht. «Ich werde das Beschaffungswesen gründlich modernisieren.»

Die Ministerin bezeichnete die Bundeswehr als eine hoch motivierte Truppe und bedankte sich für deren Corona-Hilfe. Es solle aber nicht bei Worten bleiben: Deswegen werde geprüft, ob Zulagen wie bei der Polizei auch für Soldaten gezahlt werden könnten.

Bekenntnis zu den Nato-Verbündeten in Osteuropa

Ein entschlossenes Vorgehen und null Toleranz kündigte Lambrecht gegenüber jeder Form von Extremismus in der Truppe an. «Wir werden Extremisten konsequent verfolgen und sehr schnell aus der Bundeswehr entfernen», versprach sie.

An die Adresse Russlands richtete Lambrecht eine Warnung für den Fall eines Angriffs auf die Ukraine. Zugleich wies sie Forderungen Moskaus nach einem Stopp der Nato-Erweiterung zurück. «Russland hat kein…