Telekom
Die letzten Telefonzellen kämpfen ums Überleben

Die gelben Telefonzellen gibt es seit Jahren nicht mehr – nur dann, wenn sie ein zweites Leben bekommen haben, wie hier als Museum.

© Jens Büttner / DPA

Bringt ein Telefonhäuschen dauerhaft weniger als 50 Euro Einnahmen im Monat, folgt der Abbau. Gänzlich aufgeben will die Deutsche Telekom die öffentlichen Apparate aber (noch) nicht.

Kinder der Neunziger kennen es noch, das Sammeln von Telefonkarten mit lustigen Motiven, um in ganz Deutschland von unterwegs telefonieren zu können. Doch mit Aufkommen von Handys und später Smartphones sank die Beliebtheit und Notwendigkeit der berühmten gelben Häuschen. Geblieben sind nur wenige öffentliche Strippen, meist in Form sogenannter Telefon-Stationen, also Säulen mit Telefonmodul und eventuell zwei Scheiben an der Seite.

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gab die Deutsche Telekom einen aktuellen Überblick über den Restbestand. Aktuell stehen in Deutschland immerhin noch 14.200 Telefonzellen zur Verfügung. In den vergangenen drei Jahren sank der Bestand somit um circa 16 Prozent, seit 2006 verschwanden 95.800 Telefone aus dem öffentlichen Raum, ein Rückgang von 87 Prozent. Über den Grund für das Verschwinden der Apparate muss man sich nicht den Kopf zerbrechen. Da heutzutage fast jede:r ein Telefon in der Tasche hat, braucht es einfacher deutlich weniger öffentliche Anlaufstellen. 

Kein endgültiges Ende der Telefonzelle in Sicht

Auch wenn das Aufstellen und Betreiben von Telefonzellen sicherlich kein Zukunftsmarkt ist, so plant die Telekom aktuell keinen vollständigen Rückbau aller Standorte. Besonders an öffentlichen Orten wie Flughäfen, Bahnhöfen oder in Einkaufsstraßen rechne sich das noch, so die Erklärung. Erst wenn der monatliche Umsatz einer Zelle unter 50 Euro sinkt, ist der Betrieb ein Minusgeschäft. Erst dann kommt ein…