Vor den Olympischen Winterspielen
Zahl der Dopingverstöße weiter auf hohem Niveau

Gegen den Sieger des 100-Meter-Finales von Tokio, den Italiener Marcell Lamont Jacobs (r.), gab es Doping-Verdächtigungen, die aber nicht bewiesen wurden

© David J. Phillip / DPA

Vor dem Hintergrund der anstehenden Olympischen Winterspiele in China flammt das Thema Doping erneut auf. Verbotene Leistungssteigerungen sind aber vor allem ein Problem des Kraftsports, wie die Statista-Grafik zeigt.

Im Jahr 2019 registrierte die World Anti-Doping Agency (WADA) 1.912 Verstöße gegen die Doping-Regeln im professionellen Sport. Damit ist die Anzahl der Fälle zwar um elf Verstöße geringer als im Vorjahr, insgesamt bleiben diese allerdings auf einem hohen Niveau. Wie die Statista-Grafik zeigt, liegen die Werte aus 2018 und 2019 deutlich über dem Durchschnitt der vorherigen sechs Jahre von etwa 1.830 Dopingsünden im Jahr. Die Wada nimmt jedes Jahr über 200.000 Proben von Profi-Sportler:innen weltweit. Daran gemessen ist der Anteil der Sportler:innen, die Gebrauch von verbotenen Substanzen gemacht haben, verschwindend gering.

Dennoch gibt es einige Sportarten, in denen sich die Fälle häufen – besonders Kraftsportarten sind davon betroffen. So wurden 2019 in der Bodybuilding-Szene mit 272 registrierten Verstößen am häufigsten die Doping-Richtlinien gebrochen. Hinzu kommen etwa 160 Verstöße im Gewichtheben und weitere 119 beim Kraftdreikampf. Platz zwei belegt die Leichtathletik mit 227 enttarnten Dopingsünder:innen gefolgt vom Radsport (179 Fälle), der längst durch prominente Fälle wie Lance Armstrong als Doping-Sport gebrandmarkt ist. Auch weiterhin wird im Wettkampf auf dem Zweirad illegal unter anderem mit Blutverdünnern und Eigenblut versucht die Leistung der Athleten zu steigern.

tis / Statista

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