Visum-Streit
Djokovic muss vorerst nicht in Abschiebehaft

Ene mene muh und raus bist du: Novak Djokovic darf jetzt doch nicht in Australien bleiben

© Martin Keep / AFP

Die australische Regierung verzichtet vorerst darauf, Novak Djokovic in einem Abschiebehotel in Gewahrsam zu nehmen. Das teilten die Anwälte des Immigrationsministers bei einer Anhörung vor Gericht mit. 

Im Tauziehen um die Einreise von Tennisstar Novak Djokovic nach Australien haben die Anwälte des Weltranglistenersten eine einstweilige Verfügung gegen dessen drohende Abschiebung beantragt. Anwalt Nick Wood forderte am Freitag bei einer Dringlichkeitsanhörung des zuständigen Gerichts zudem, dass sein Mandant während des Verfahrens nicht in Abschiebehaft genommen wird. Zuvor hatte Australien das Visum des nicht gegen das Coronavirus geimpften 34-Jährigen ein zweites Mal annulliert; ihm droht die Abschiebung und eine dreijährige Einreisesperre.

Ein Regierungsanawalt sagte bei der Anhörung, der Tennisstar werde nicht abgeschoben, bis die Justiz über den Fall entschieden hat. Djokovic bleibe bis zu einer für Samstagmorgen angesetzten Befragung durch die Einwanderungsbehörde zudem auf freiem Fuß, sagte der Rechtvertreter der Regierung, Stephen Lloyd.

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