Verkehr
Wissing will bei Pkw voll auf E-Mobilität setzen

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) setzt auf Elektromobilität. Foto: Christoph Soeder/dpa

© dpa-infocom GmbH

Ist es eine Abkehr vom Kurs der FDP? Der neue Verkehrsminister sorgt mit Aussagen über die Rolle synthetische Kraftstoffe für Wirbel. Sind die nun doch eher was für Flieger als für Autos?

Verkehrsminister Volker Wissing will beim Pkw voll auf die Elektromobilität setzen – und hat eine breite Debatte ausgelöst.

Der FDP-Politiker sagte dem Fachdienst «Tagesspiegel Background»: «Wir müssen die verschiedenen Energieträger dort einsetzen, wo sie am effizientesten sind. Das ist beim Pkw der E-Antrieb.» Wissing schlägt damit einen anderen Kurs ein als sein Vorgänger Andreas Scheuer (CSU), der auch auf den Einsatz sogenannter synthetischer Kraftstoffe (E-Fuels) gesetzt hatte. Die Union warf Wissing Wortbruch vor, weil im Wahlprogramm der FDP etwas anders stehe.

Die Enscheidung für E-Mobilität ist längst gefallen

Wissing sagte, E-Fuels werde man vor allem für den Flugverkehr brauchen. «Auf absehbare Zeit werden wir aber nicht genug E-Fuels haben, um die jetzt zugelassenen Pkw mit Verbrennungsmotor damit zu betreiben.» Der Minister sagte weiter: «Wenn man sich die EU-Regulierung anschaut, sieht man, dass die Entscheidung für die E-Mobilität längst gefallen ist.» Wenn der Umstieg forciert werde, könne Deutschland auch das von der neuen Bundesregierung angestrebte Ziel von mindestens 15 Millionen vollelektrischen Pkw bis 2030 schaffen.

Wissing versicherte, die Bundesregierung werde dafür sorgen, dass das Laden mit regenerativem Strom bezahlbar bleibe. Deshalb könne er nur dazu raten, auf CO2-neutrale Antriebe umzusteigen. Die Nutzung fossiler Kraftstoffe werde in Zukunft teurer werden.

Der verkehrspolitische Sprecher…