„Tanze deine Region!“ Das ist eines der 160 Projekte, die in diesem Kulturhauptstadtjahr angeschoben werden. Die Menschen in Esch-sur-Alzette und 17 weiteren Gemeinden in Luxemburg und im angrenzenden Frankreich sollen ihre besten Tanzfiguren per Instagram oder Tik Tok an die Macher von „Esch 2022“ schicken. Profis schneiden daraus ein Video für das „Remix Festival“ zusammen. Eine neue Mischung, der Remix, ist das Leitmotiv für das gesamte Programm der Kulturhauptstadt, erläutert die Generaldirektorin von „Esch 2022“, Nancy Braun, das Konzept.

„Unter dem Motto ‚Remix culture‘ wird Bekanntes mit Unbekanntem, Hochkultur mit Alltagskultur vernetzt. Es soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass sich verschiedene Ideen zu etwas Neuem verbinden können“, sagte die Managerin der Kulturhauptstadt der DW. „Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich als Projektpartner, aber auch als Freiwillige an der Mission zu beteiligen. Die zentrale Botschaft lautet: Macht mit, gestaltet die Zukunft der Region aktiv mit und habt Spaß dabei.“

Nancy Braun organisiert den „Remix“ in der Region um Esch

In vier großen Strängen laufen die Projekte Theater, Tanz, Musik und Performance ab: Remix Nature, Remix Art, Remix Europe, Remix yourself. Es geht um die Zukunft der Region. Nachhaltig soll das Ganze sein, nicht nur für ein Kulturhauptstadt-Jahr gedacht. Es gibt digitale Kunst in der frisch renovierten ehemaligen Industrieanlage „Müllerei“, aber auch bodenständige Bierkultur und Blasmusik vom Orchester „Harmonie de Soleuvre“.

Das Europäische Kulturhauptstadtjahr sei keine Kunstbiennale, aber auch keine große Kirmes, erläutert Generaldirektorin Braun. „Es ist ein reichhaltiges Programm. Es ist wichtig, dass für jeden was dabei ist.“ Immerhin leben in Esch-sur-Alzette und den südlichen Grenzregionen von Luxemburg Menschen aus 122 Nationen.

Bier und progressive Blasmusik: Esch ist bodenständig und experimentierfreudig

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