Hoher Krankenstand in UK
Ikea kürzt das Krankengeld von ungeimpften Mitarbeitern

Ikea kürzt Ungeimpften das Krankengeld.

© Ray Tang/ / Picture Alliance

In Großbritannien leiden die Firmen unter massiven Personalausfällen wegen der Omikron-Welle. Beim schwedischen Möbelriesen Ikea bekommen ungeimpfte Mitarbeiter nun weniger Krankengeld, wenn sie sich wegen eines positiven Tests isolieren müssen.

Die Omikron-Welle hat Großbritannien fest im Griff: In vielen Branchen sind so viele Angestellte erkrankt oder zumindest positiv auf das Coronavirus getestet worden, dass das Geschäft nur schleppend aufrecht erhalten werden kann. Auch der Einzelhandel ist von dieser Entwicklung nicht sicher. Der schwedische Möbelkonzern Ikea erhöht nun den Druck auf die eigenen Mitarbeitenden: Wer ungeimpft ist und sich mit dem Coronavirus anstecke, erhalte künftig weniger Geld, berichtet die „Lebensmittelzeitung“. 

In Großbritannien betreibt Ikea 21 große Filialen mit rund 10.000 Angestellten. Laut der „LZ“ falle davon derzeit ein „großer Teil wegen der massiven Omikron-Welle“ aus. Am Dienst seien mehr als 218.000 Neuinfektionen gemeldet worden.

Anders als in Deutschland müssen sich Menschen, die nachweislich Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatten, aber zwei Mal geimpft sind, nicht in Quarantäne begeben. So will das Königreich die sogenannte „Pingdemie“ durchbrechen. Ungeimpfte, die vom Gesundheitsministerium über die Tracer-App kontaktiert werden, müssen allerdings weiterhin die Quarantäneauflagen einhalten. 

Konkret bedeutet die Ankündigung von Ikea: Liegen bei dem Angestellten keine besonderen Umstände vor, erhält er in seiner Corona-Isolationszeit statt 115 Pfund nur noch 96,35 Pfund pro Woche. Das entspricht dem gesetzlichen Minimum an Krankengeld in Großbritannien. Mitarbeitende, die nun besorgt sind, sollen sich an ihre Vorgesetzten wenden,…