Handball-EM 2022
Corona, Ausfälle, starke Gegner: Was Sie über die deutsche Handball-Nationalmannschaft wissen müssen

Die Nationalspieler Patrick Wiencek (m.) und Johannes Golla klatschen nach dem erfolgreichen Testspiel gegen Frankreich Trainer Alfred Gislason ab

© Imago Images

von Tim Schulze
13.01.2022, 14:55 Uhr

Am Donnerstag beginnt die Handball-EM in der Slowakei und in Ungarn. Das DHB-Team ist nach zahlreichen Absagen mit einem verjüngten Kader angereist und gilt als Außenseiter – und Corona wird auch eine Rolle spielen.

Die Lage der deutschen Nationalmannschaft vor der Handball-EM

Das deutsche Handball-Nationalmannschaft hat am Mittwoch ihr Hotel in der slowakischen Hauptstadt Bratislava bezogen und wird dort die Gruppenspiele ausrichten. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason gilt bei der EM nur als Außenseiter. Zahlreiche Leistungsträger wie Hendrik Pekeler oder Fabian Wiede haben aus familiären Gründen oder wegen Überlastung abgesagt. Hoffnungsträger Yuri Knorr fehlt, weil er sich nicht impfen lassen will.

Die Absagen haben zu einem harten Umbruch geführt, Gislason musste acht junge und unerfahrene Spieler nominieren. Mit Julian Köster vom VfL Gummersbach reist sogar ein Spieler aus der 2. Liga mit. Kapitän ist Kreisläufer Johannes Golla von der SG Flensburg-Handewitt. „Es ist für die aktuelle Europameisterschaft vielleicht schade, weil wir nicht mit den besten Spielern antreten und für eine Medaille erst mal nicht infrage kommen. Aber auf lange Sicht wird es sehr helfen, dass die Jungs jetzt viel Spielzeit erhalten“, sagte Gislason in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. Insgeheim besteht die Hoffnung, wie beim letzten EM-Titelgewinn 2016 eine Überraschung zu schaffen. Die beiden Siege in den Testspielen gegen die Schweiz und besonders gegen Olympiasieger Frankreich machen Hoffnung.