von Christian Hensen
13.01.2022, 07:57 Uhr

Fast vier Jahre nach dem Start auf der Playstation ist God of War nun erstmals für den PC erhältlich. Es war längst überfällig, dass Sony dieses Kultuniversum auch für andere Plattformen öffnet. Wie gut das gelungen ist, verrät der Test.

Junge, Junge, was ist denn hier los? Mutter gestorben, Kind eingeschüchtert, Vater super streng und innerhalb der ersten halben Stunde stört irgendein tätowierter Typ mit leuchtenden Augen den Hausfrieden und veranlasst die dezimierte Familie zur Flucht. Willkommen bei „God of War“, dem eigentlich vierten Teil einer Spiele-Serie. Und dem ersten, den Sony für eine andere Plattform als die eigene Playstation herausgebracht hat. Wie gut das gelungen ist und warum sich das Zocken trotz anfänglicher Verwirrung wirklich lohnt, verrät der Test. 

Das muss man erst einmal verdauen. Weil ich mir seit 2005 keine Playstation angeschafft habe, gehe ich jungfräulich ins Spiel. Und habe zu Beginn jede Menge Fragen. Warum ist die Hauptfigur mit den knallroten Tattoos ständig sehr ärgerlich und lässt ihre Wut mit halben Superkräften an Gegnern aus? Und wieso verhält er sich teilweise so merkwürdig? Kratos, wer ist das eigentlich?

Die Charaktere und Gegner in „God of War“ sind einzigartig.

Tatsächlich bleibt vieles zu Beginn des Spiels ungesagt. Das macht es zu Anfang etwas komplizierter, sich in der Rolle des trauernden, mürrischen Vaters einzufinden. Die ersten Gespräche mit anderen Charakteren, die sich explizit auf die Vergangenheit von Kratos beziehen, lassen jedenfalls nur erahnen, was passiert sein könnte und wer der Hauptcharakter eigentlich ist. Ein Bild des Protagonisten ergibt sich für PC-Spieler:innen erst mit der Zeit, während Konsolen-Zocker:innen schon wissen, wie der Hase, pardon, Kratos läuft. Und sich eher fragen, was ihr eigentlich im fernen Griechenland beheimateter Held…