Strom, Benzin, Diesel und Co.
Energiekostenvergleich an Tankstellen bisher kaum bekannt – was man dazu wissen sollte

Eine Zapfsäule an einer Tankstelle. Der Energiekostenvergleich beim Tanken soll beim Geldsparen helfen und zugleich das Klima schützen. (Symbolfoto)

© Monika Skolimowska / DPA

von Nicolas Kaufmann
13.01.2022, 17:33 Uhr

Bin ich mit einem Elektroauto günstiger unterwegs, wie viel kostet Benzin oder Diesel auf derselben Strecke? Klarheit über die Kosten beim Autofahren soll der Energiekostenvergleich an großen Tankstellen bringen. Bisher ist er kaum bekannt.

Den Wenigsten ist der gelborangene Aushang an Tankstellen bisher aufgefallen: der Energiekostenvergleich mit dreizehn Zahlen. Dabei sollen Autofahrer mit einem Blick gleich einen Überblick über die Kosten der verschieden Kraftstoffe und Energieträger bekommen. Seit dem 1. Oktober 2021 sind Tankstellen mit mehr als sechs Mehrproduktzapfsäulen zum Energiekostenvergleich verpflichtet. Dieser gibt die Kosten verschiedener Energieträger, wie etwa Benzin, Diesel, Strom, Erdgas, und Wasserstoff in Euro je 100 Kilometer für zwei Fahrzeugklassen an und muss sichtbar an Zapfsäulen oder im Verkaufsraum aushängen.

Der Energiekostenvergleich soll den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe fördern und beruht auf einer europäischen Richtlinie. Er soll „künftige Kaufentscheidungen der Verbraucher bei der Personenkraftfahrzeugwahl unterstützen“, heißt es dazu im Gesetzestext. Schließlich sollen Autofahrer für alternative Antriebe und Energieträger für Pkws sensibilisiert werden.

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage, die der Deutsche Verband Flüssiggas (DVFG) in Auftrag gegeben hat, haben mehr als ein Quartal nach seiner Einführung allerdings nur sieben Prozent der Autofahrer den Energiekostenvergleich wahrgenommen. „Die Energiekosten sind für 70 Prozent der…