Prozesse
US-Zerschlagungsklage gegen Facebook vor Gericht zugelassen

Das Logo von Meta, der neuen Dachmarke des Facebook-Konzerns. Foto: Tony Avelar/AP/dpa

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Es könnte das größte Wettbewerbsverfahren in der Tech-Branche werden, seit die US-Regierung vor gut 20 Jahren beinahe Microsoft zerschlagen hätte. Jetzt will sie Facebook zum Verkauf von WhatsApp und Instagram zwingen.

Könnte Facebook vor Gericht gezwungen werden, die Milliarden-Zukäufe WhatsApp und Instagram wieder abzustoßen? Die US-Regierung hat auf jeden Fall den ersten Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel geschafft.

Ihre zunächst abgelehnte Wettbewerbsklage ist mit Nachbesserungen doch noch vor Gericht in Washington angenommen worden. Der Richter betonte zugleich, dass damit aber noch völlig offen sei, wer sich am Ende in dem Verfahren durchsetzen werde. Es dürfte sich über Jahre hinziehen.

In der Klage wirft die US-Handelsbehörde FTC Facebook unter anderem vor, das Online-Netzwerk habe den Chatdienst WhatsApp und die Foto-Plattform gekauft, um die eigene Monopolstellung in dem Markt zu schützen. Deshalb müssten die Übernahmen wieder rückgängig gemacht werden. Das zu beweisen, könne eine ziemlich große Aufgabe für die FTC werden, schränkte Richter James Boasberg am Dienstag ein.

Die erste Version der Klage hatte der Richter noch mit demütigenden Worten für die FTC-Juristen zurückgeschickt. Unter anderem kritisierte er, dass sie sich nicht die Mühe gemacht hätten, den Monopol-Vorwurf gegen Facebook mit Zahlen zu untermauern. «Es ist als wollte die Behörde, dass das Gericht einfach nur die allgemeine Überzeugung abnickt, dass Facebook ein Monopolist sei», schrieb er im Juni.

Monopol-Vorwurf

In der nachgebesserten Klage mangelt es nun nicht mehr an Zahlen. So hält die FTC fest, dass Facebook von 2016…