Lange wurde spekuliert, jetzt hat sich die Festivalleitung der Internationalen Festspiele Berlin geäußert: Die Berlinale 2022 soll als Publikumsfestival stattfinden – allerdings mit verschärften Regeln. Die Kapazitäten in den Kinos werden begrenzt, außerdem soll die 2G plus-Regel gelten. Partys und Empfänge werden nicht stattfinden. „Wir sind uns der Herausforderungen bewusst, die durch den unberechenbaren Verlauf der Pandemie entstehen“, teilte die Festivalleitung am Mittwoch mit. Gleichzeitig spiele die Kultur eine elementare Rolle in der Gesellschaft. Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) sprach von einem „Signal
an die gesamte Filmbranche, an die Kinos und Kinogänger“.

International waren zuletzt einige Kulturveranstaltungen abgesagt worden. Das Sundance Film Festival in den USA wurde ins Internet verlegt, auch die Vergabe der Grammy-Preise wurde vorerst verschoben.

Filmszene aus „Peter von Kant“ mit Denis Menochet und Isabelle Adjani

„Peter von Kant“ – Eröffnungsfilm aus Frankreich 

Eröffnet werden soll das Festival am 10. Februar mit „Peter von Kant“ – dem neuen Werk des französischen Regisseurs François Ozon. Der Film mit Denis Ménochet, Isabelle Adjani und Hanna Schygulla nimmt am internationalen Wettbewerb teil und könne „Leichtigkeit und Schwung in unseren trüben Alltag bringen“, so der künstlerische Leiter der Berlinale, Carlo Chatrian. „Peter von Kant“ sei „eine filmische Tour de Force durch das Konzept des Lockdowns“.

François Ozon wird zum sechsten Mal im Berlinale-Wettbewerb vertreten sein. Vor 20 Jahren gewann sein Schauspielerinnen-Ensemble in „8 Frauen“ einen Silbernen Bären. Der Film wird dieses Jahr als Teil der Hommage an Isabelle Huppert erneut gezeigt. Die Schauspielerin wird mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet. 2019 gewann Ozon mit dem Missbrauchsdrama „Gelobt sei Gott“ einen Silbernen Bären.

Das Führungsduo: Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek bei der Sommerausgabe der Berlinale 2020

Roter Teppich – in…