Energiewende
Atom, Kohle, Windkraft: So stark belasten die unterschiedlichen Arten der Stromerzeugung das Klima

Wurde Silvester abgeschaltet: das AKW Grundremmingen in Bayern

© Stefan Puchner / DPA

Ist Strom aus Kernenergie umweltfreundlich? Die EU würde diesen gerne so einstufen, in Deutschland stößt der Vorschlag auf Skepsis. 

Bei der Stromerzeugung werden durch Bau und Betrieb von entsprechenden Anlagen Treibhausgase emittiert. Wie die Statista-Grafik anhand einer Studie des privaten und unabhängigen Öko-Instituts zeigt, belasten Braunkohle-Kraftwerke das Klima am stärksten. Gaskraftwerke emittieren ebenfalls relativ viele Treibhausgase, das trifft insbesondere auf Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk zu. Erdgas-Blockheizkraftwerke (BHKW) sind dagegen schon umweltfreundlicher. Aufgrund der Vorteile eines BHKW für die Umwelt wird der Kauf entsprechender Geräte staatlich gefördert. Bei Blockheizkraftwerken handelt es sich um stromproduzierende Heizungen, die in vielen unterschiedlichen Größen erhältlich sind.

Entgegen einem weitverbreiteten Glauben sind auch Strom aus erneuerbaren Energien und Atomstrom keineswegs CO2-neutral, wie die Grafik weiter zeigt. Die Emissionen sind größtenteils der Stromproduktion vor- und nachgelagert. Beim Atomstrom etwa belastet der Uranabbau, die Herstellung von Brennelementen, der Kraftwerksbau und -rückbau und die Endlagerung das Klima. Atomstrom ist also keinesfalls emissionsfrei.

In Deutschland wird derzeit eine Debatte darüber geführt, wie nachhaltig Strom aus Atom- und Gaskraftwerken ist. Hintergrund: Die EU-Kommission hatte am Neujahrstag einen Entwurf für Nachhaltigkeitskriterien bei Investitionen vorgelegt. Demnach sollen Investitionen in neue Atomkraftwerke dann als grün klassifiziert werden können, wenn die Anlagen neusten technischen Standards entsprechen und wenn ein konkreter Plan für den Betrieb einer…