Wie die Behörden der Metropole Tianjin mitteilten, wurden weitere 33 Fälle mit der ansteckenderen Variante des Coronavirus entdeckt. Die Stadt ordnete eine zweite Runde von Massentests an, bei der die gesamte Bevölkerung – insgesamt 14 Millionen Menschen – getestet werden soll.

Null-Covid-Strategie auf dem Prüfstand

Am Sonntag waren die ersten lokalen Omikron-Fälle Chinas in Tianjin festgestellt worden. Gesundheitsämter rechneten mit weiteren Infektionen. Omikron dürfte die strikte Null-Covid-Strategie Chinas mit Massentests, Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung schwer auf die Probe stellen. Am 4. Februar sollen in Peking, das lediglich eine Stunde von Tianjin entfernt liegt, die Winterspiele beginnen. 

Blick auf eine verlassene Straße nach der Sperrung der nordchinesischen Stadt Tianjin

Der Hochgeschwindigkeitszugverkehr und andere Verbindungen zwischen den Städten Tianjin und Peking wurden eingestellt. Das führte zu Unterbrechungen in den Versorgungsketten, unter anderem bei Lebensmitteln.

IOC gibt Leitfaden heraus

Unterdessen hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) einen Leitfaden herausgegeben, der Teilnehmern rät, fünf Tage vor der Abreise überfüllte Orte wie Bars und Restaurants sowie den Körperkontakt mit anderen zu meiden. Die Olympia-Teilnehmer müssen vor ihrer Abreise zwei negative PCR-Tests vorlegen und werden während ihres Aufenthalts in China zweimal täglich getestet.  Die Teilnehmer sollten , „auf keinen Fall unvorsichtig sein“, auch wenn der Test negativ ist, erklärt das IOC.

nob/fab (dpa, ap)