Virtuelle Welten
„Quasi tabu“: Apple will mit Zuckerbergs Metaverse nichts zu tun haben

Apples CEO Tim Cook, im Archivbild auf einer Proiduktvorstellung, kündigte an, dass sein Unternehmen künftig einen Gesichtsschutz produziert.

© Karl Mondon / Picture Alliance

von Malte Mansholt
11.01.2022, 17:16 Uhr

Fragt man Mark Zuckerberg nach der Zukunft des Internets, hat der eine klare Vision: Die Menschheit zieht es ins Metaverse – die virtuelle Realität. Doch auf einen großen Player muss er da wohl verzichten. Denn ausgerechnet Tech-Gigant Apple scheint von den Plänen wenig zu halten.

Es war eine denkwürdige Präsentation, zu der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg im Herbst eingeladen hatte. In seinem virtuellen Vortrag enthüllte er, wie sich der Konzern die Zukunft des Internets vorstellte – und lud die Menschen in das neu ausgerufene Metaverse ein. Wie überzeugt er davon ist, zeigt, dass er selbst den Konzern in Meta umbenannte. Doch ausgerechnet Apple will davon nichts wissen. Und setzt auf einen anderen Weg.

Das geht aus einem Bericht des gewöhnlich hervorragend informierten Apple-Journalisten Marc Gurman hervor. Apple lehnt demnach die Idee eines Metaverses, in das die Menschen einen großen Teil ihres Lebens verlagern, klar ab. Darin seien eine zahlreichen Quellen innerhalb des Konzerns sich einig, erklärt Gurman in seinem wöchentlichen Newsletter für „Bloomberg“. „Ich wäre schockiert, wenn Apple das Wort Metaverse auf einer Keynote benutzen würde.“

Metaverse als Tabu

Die Idee, sich vollständig in einer virtuellen Welt zu verlieren, sei beim iPhone-Hersteller „quasi tabu“, betont Gurman. Zwar gibt es schon länger glaubwürdige Berichte, nach denen Apple nicht nur eine, sondern gleich zwei unterschiedliche Datenbrillen entwickelt. Anders als bei Metas Vision gehe es bei ihnen aber um etwas grundlegend anderes. Die für Ende des…