„Wir danken der arabischen Koalition unter der Führung Saudi-Arabiens und der Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate“, heißt es in der Mitteilung der jemenitischen Regierungstruppen. Sollten sich die Angaben zur Einnahme des Bezirks Ain bestätigen, wäre damit auch das letzte von den Huthi-Rebellen kontrollierte Gebiet in der ölreichen Provinz Schabwa wieder in der Hand der Regierung.

Die Regierungstruppen liefern sich seit Monaten heftige Gefechte mit den Huthi-Rebellen im Norden des Landes. Zuletzt waren bei Gefechten nahe der Stadt Marib hunderte Kämpfer getötet worden. Auch in der Provinz al-Badschda versuchten regierungstreue Einheiten, die Huthis zurückzudrängen.

Krieg seit vielen Jahren

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Mehr als 370.000 Menschen wurden in dem Konflikt bereits getötet, Millionen mussten fliehen.

Die Vereinten Nationen stufen den Krieg im Jemen und seine Folgen als schlimmste humanitäre Krise der Welt ein. Mehr als 80 Prozent der rund 30 Millionen Einwohner des Landes im Süden der arabischen Halbinsel sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Konflikt gilt als Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran.

haz/AR (afp, rtr)

Jemen: Wenn die Natur dem Krieg zum Opfer fällt

Brennholz für das Volk

Holzfäller Ali al-Emadi kommt aus dem kleinen Dorf Khamis Banisaad in der Provinz Al-Mahwit im nordwestlichen Jemen. Dort verbringt er oft Stunden damit, einen Akazienbaum mit einer Axt zu fällen. Den hat er vorher vom Landbesitzer erworben, um ihn dann zerlegt an Händler weiterzuverkaufen.

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Der Neffe hilft

In der Region herrscht Brennstoffmangel, daher ist die Nachfrage nach Holz groß. Unterstützung erhält Ali al-Emadi bei seiner Arbeit von seinem 12jährigen Neffen, der ebenso Holz spaltet….