Stromio, gas.de & Co.
Stromlieferungen eingestellt: Was das für die Kunden bedeutet

Ein Kunde liest Strom an einem Zähler ab (Symbolfoto)

© Uli Deck / Picture Alliance

Die hohen Strompreise zwingen dutzende Stromanbieter in die Insolvenz. Viele tausend Kund:innen sind betroffen. Der Strom fließt trotzdem. Was die Insolvenz eines Stromanbieters für die Kund:innen bedeutet.

Der Anbieter Stromio kündigte vor Weihnachten all seine Stromlieferverträge für die Marken „Stromio“ und „Grünwelt Energie“. Als Grund gab der Stromanbieter eine „historisch einmalige Preisentwicklung im Strom-Markt“ an. Seit einigen Wochen sei man mit einer nie dagewesenen Preisexplosion an den europäischen Energiehandelsplätzen konfrontiert, hieß es in dem Schreiben. Die Ereignisse und ihre Folgen seien nicht vorauszusehen gewesen. Das Unternehmen aus dem rheinischen Kaarst teilte auf Anfrage der Deutschen Presseagentur schriftlich mit, dass es nicht insolvent sei. Branchenkenner gehen davon aus, dass mehrere hunderttausend Kund:innen von der Kündigung durch Stromio betroffen sind.

Keine Strom-Versorgungsunterbrechung für Kund:innen

Verbraucher:innen müssen keinen Stromausfall befürchten. Es gibt in solchen Fällen keine Versorgungsunterbrechung, wie die Verbraucherzentrale betonte. Der örtliche Grundversorger übernimmt die Stromlieferung zunächst als sogenannte Ersatzversorgung. Der Grundversorger ist immer das Unternehmen, das in einem bestimmten Netzgebiet die meisten Kund:innen beliefert. Meistens sind das die Stadtwerke. Die Vergleichsportale Check24 und Verivox richteten im Internet Seiten mit Hinweisen für Stromio-Kund:innen ein.

Stromio kündigte an, die Kundenbeziehung „sachgerecht“ abwickeln zu wollen. „So werden wir im Rahmen der Endabrechnung Ihnen zustehende Guthaben sowie auch (zeitanteilig) Neukundenboni an Sie auszahlen“, hieß es. Die Schlussrechnung…