Nach Maestro-Ende
Aus für Girocard: Santander will Bankkarte abschaffen

Die Santander Bank will die Girocard abschaffen

© Schöning / Imago Images

von Nicolas Kaufmann
11.01.2022, 14:40 Uhr

Die Santander Bank will der Girocard in diesem Jahr ein Ende setzen. Kunden werden dann auf ein anderes Kartensystem umsteigen müssen. Wer bereits ein Girokonto bei der Bank hatte, kann die Girocard aber gegen eine Gebühr weiter nutzen.

Die Santander Bank steht vor einer deutlichen Veränderung. „Wir arbeiten gerade an einer Optimierung unseres Karten-Portfolios“, teilt die Santander-Sprecherin Ulrike Germann gegenüber dem stern mit. Für Santander-Kunden bedeutet dies konkret: Die Girocard wird es künftig nicht mehr geben.

„Bei Santander Deutschland wird die Visa-Debit-Karte die Girokarte ersetzen“, so Germann weiter. „Voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2022 werden wir unseren Kunden eine kostenlose Visa-Debit-Karte anbieten.“ Die Vorteile seien, dass diese Karte E-Commerce-fähig und auch weltweit einsetzbar sein werde. Grundsätzlich wird der Geldbetrag bei der Debitkarte direkt vom Konto abgebucht. Dabei gibt es keinen Kreditrahmen und Verbraucher müssen dafür sorgen, dass vor der Zahlung ausreichend Guthaben vorhanden ist.

Abschaffung des Maestro-Bezahlsystems offenbar Auslöser

Grund für die geplante Abschaffung der Santander-Girocard ist offenbar der bevorstehende Wegfall des Maestro-Bezahlsystems. Bislang können Verbraucher mit der Girocard im Ausland Geld abheben und bezahlen. Ab Juli 2023 dürfen jedoch keine Maestro-fähigen Girokarten mehr ausgegeben werden, die die Nutzung der Bankkarte außerhalb Deutschlands ermöglichen. Das hatte der Dienstleister von Maestro, der US-Kartenriese Mastercard, vergangenen Oktober bekannt gegeben.

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