Corona-Variante
WHO: Hälfte Europas könnte bald mit Omikron infiziert sein

Omikron breitet sich schneller aus als jede andere zuvor gesehene Variante des Coronavirus Sars-CoV-2. Foto: Andre M. Chang/ZUMA/dpa

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Omikron fegt derzeit von West nach Ost über die europäische Region. Schon bald wird sich einer Modellrechnung zufolge mehr als 50 Prozent der Euro-Bevölkerung mit der neuen Variante infizieren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt unter Berufung auf eine Hochrechnung davor, dass sich in zwei Monaten schon über die Hälfte der Menschen in Europa mit Omikron infiziert haben könnten.

Omikron stelle eine Flutwelle dar, die von West nach Ost über die europäische Region hinwegfege und zu dem Anstieg der Delta-Zahlen hinzukomme, den die Länder bis Ende 2021 erlebt hätten, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen.

Mitte Januar mehr als 12 Millionen Infektionen pro Tag

Omikron werde schnell zur dominanten Variante in Westeuropa und verbreite sich nun auch auf dem Balkan, sagte Kluge. Angesichts des aktuellen Ausbreitungstempos prognostiziere das Forschungsinstitut IHME anhand von Modellrechnungen, dass sich mehr als 50 Prozent der Bevölkerung in der Region in den nächsten sechs bis acht Wochen mit Omikron infiziert haben könnten.

In einem Bericht des Instituts vom 8. Januar heißt es wörtlich: «Unsere Modelle für die Europäische Region legen nahe, dass Mitte Januar mit mehr als 12 Millionen Infektionen pro Tag ein Höchststand erreicht wird – wobei die nationalen Höchststände erheblich variieren werden, mit späteren Höchstständen in Zentralasien.» Und weiter: «Wir rechnen damit, dass sich in den nächsten 6-8 Wochen mehr als 50 Prozent der EURO-Bevölkerung mit Omikron infizieren werden.»

Europa und…