Bundesamtes für Migration
Familiäre Bindungen wichtigster Anlass für Zuzug

2020 zogen fast 60.000 sogenannter Drittstaatsangehörigen aus familiären Gründen nach Deutschland. Foto: Sophia Kembowski/dpa

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Die Corona-Pandemie hat 2020 den Zuzug nach Deutschland gebremst. Hauptherkunftsland von Zuwanderern war auch im ersten Corona-Jahr Rumänien.

Familiäre Gründe waren 2020 mit 15,9 Prozent der zahlenmäßig wichtigste Anlass für den Zuzug von Nicht-EU-Bürgern nach Deutschland.

Das geht aus einem Bericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hervor, der an diesem Mittwoch im Kabinett besprochen werden soll und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die Zahl der Asylanträge ging 2020, auch bedingt durch die Pandemie, weiter zurück. 102.581 Menschen stellten erstmals einen Asylantrag, nach 142.509 Erstanträgen im Jahr 2019. Die Asylzahlen für 2021 sollen voraussichtlich noch in dieser Woche veröffentlicht werden.

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm, zeigte sich jetzt schon alarmiert. «Mit rund 170.000 Asylanträgen wurden in Deutschland bis Ende November 2021 bereits mehr Anträge als im Jahr 2019 vor der Pandemie gestellt», sagte der CDU-Politiker. Die im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien beschriebenen Vorhaben im Bereich der Migrationspolitik mit der Ausweitung der Asylbewerber- und Gesundheitsleistungen, dem Ausbau von Bleiberechtsmöglichkeiten für Ausreisepflichtige, der Ausweitung des Familiennachzugs und der Einführung des sogenannten Spurwechsels von der Asyl- in die Erwerbsmigration würden zu noch mehr Asylanträgen führen.

Wie der Migrationsbericht 2020 weiter festhält, zogen 58.022 sogenannter Drittstaatsangehörigen aus familiären Gründen nach Deutschland. Mit rund zehn Prozent bildeten Menschen aus dem Kosovo…