Nach vielen vollmundigen Versprechen schlägt selbstfahrenden Autos bisher viel Skepsis entgegen. Doch ihre Entwickler sehen sich vor dem Sprung in den Straßenverkehr.

«Von selbstfahrenden Autos sind wir immer fünf Jahre entfernt», lautet ein bissiger Spruch, der in der Branche die Runde macht.

Der Grund: Fünf Jahre sind der Zeitraum, der gern als Antwort auf die Frage genannt wurde, wann denn nun Roboterwagen im alltäglichen Straßenverkehr auftauchen werden. Eine Fünfjahres-Frist nach der anderen verstrich – und doch sind Robotaxis heute trotz aller Tech-Demonstrationen auf wenige Testprojekte beschränkt.

Das werde sich aber ändern, versprachen gleich mehrere Unternehmen auf der Technik-Messe CES in Las Vegas – und ja, auch wieder in einigen Jahren. Doch diesmal könnte es tatsächlich soweit sein. Denn die Technik, die autonomes Fahren möglich machen könnte, steht vor dem Einzug in Wagen verschiedener Hersteller.

So zeigten auf der CES die zu Intel gehörende Firma Mobileye und der Chip-Spezialist Nvidia ihre neuen Computersysteme, die Daten von Kameras und anderen Sensoren verarbeiten und die Fahrzeuge steuern sollen. Nvidia Drive Hyperion und Mobileyes EyeQ sollen Mitte des Jahreszehnts in ersten Serienfahrzeugen verfügbar sein. «Ich sehe nichts, was uns aufhalten kann, weder regulatorisch, noch technisch, noch was die Kundenakzeptanz angeht», sagte Mobileye-Manager Johann Jungwirth. Die Zeit selbstfahrender Autos breche nun tatsächlich an.

Nvidias Autochef Danny Shapiro sieht auch einen Trend, dank dem die autonomen Funktionen schneller nicht nur in teuren Wagen verfügbar sein könnten. Erste Autohersteller gingen dazu über, die Fahrcomputer in ihre komplette Modellpalette zu verbauen. Mit dem Zugang dazu können sie zusätzlich Geld verdienen: «Auch bei einem Einstiegsmodell kann der Besitzer mit der Zeit neue…