Proteste in Kasachstan
Putin macht seine Haltung deutlich: Russland wird keine „Revolutionen“ in ehemaligen Sowjetstaaten zulassen

Putin nimmt per Videokonferenz an einer außerordentlichen Sitzung des Kollektiven Sicherheitsrates der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (OVKS) teil. Nach den schweren Unruhen hat sich die Lage in Kasachstan nach Darstellung des Präsidenten Tokajew beruhigt.

© Alexei Nikolsky/Pool Sputnik Kremlin / AP / DPA

Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew und Russlands Staatschef Wladimir Putin haben sich per Video-Schalte getroffen.Putin machte klar: Weitere Aufstände werde er nicht dulden.

Nach den schweren Unruhen hat sich die Lage in Kasachstan in Zentralasien nach Darstellung des Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew beruhigt. „In Kasachstan ist die vollständige Ordnung wieder hergestellt. Bedrohungen für die Sicherheit des Landes wurden abgewendet“, sagte der Staatschef am Montag bei einer Sitzung des von Russland geführten Militärbündnisses OVKS. Der sogenannte Anti-Terror-Einsatz werde bald abgeschlossen. Bei der Video-Schalte der Staats- und Regierungschefs der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) nannte Tokajew die Unruhen einen „Putschversuch“. Ziel sei eine Machtergreifung gewesen. Details nannte er zunächst nicht.

Auch Russlands Präsident Wladimir Putin war bei der Video-Schalte zugegen. Er werde keine „Revolutionen“ in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion zulassen. Kasachstan sei das Ziel von „internationalem Terrorismus“ geworden, erklärte Putin. 

Die OVKS, ein von Russland geführtes Militärbündnis, hatte auf Bitten des kasachischen Präsidenten 2500 Soldaten nach Kasachstan entsandt. Die „Friedenstruppen“ würden nur „für einen begrenzten Zeitraum“ in dem zentralasiatischen Land bleiben, betonte Putin. US-Außenminister Blinken hatte angesichts der Truppenentsendung am…