Napoleon
Kanonkugel durch den Brustpanzer – so starb ein Franzose in der Schlacht von Waterloo

Der durchschossene Panzer. Das Gemälde zeigt die Carabiniers-à-Cheval in Russland.

© Wikipedia / Commons

von Gernot Kramper
09.01.2022, 15:16 Uhr

Das Bild eines Brustpanzers, der von einer Kanonenkugel zerschossen wurde, kreist im Netz. Die Geschichte dahinter erzählt vom tapferen aber sinnlosen Tod des jungen Antoine Fauveau.

Ein unbedachter Kommentar schlug Wellen im Netz, dabei ist der Anlass wenig lustig. Eine Twitter-Userin sah einen Bericht über das Museum zur Schlacht von Waterloo. Wie jeder andere Besucher auch war sie erschrocken, als sie eines der makabren „Glanzstücke“ der Ausstellung sah. Der polierte Brustpanzer eines französischen Kürassiers, der in der letzten Schlacht Napoleons gefallen war. Das Besondere ist der Einschuss einer massiven Kanonenkugel. Sie zerriss den vorderen Panzer wie Papier und trat im Rücken wieder aus.

Der Text löste eine Welle aus 

Das kleine Video, das die Nutzerin teilte, war nicht ungewöhnlich, ihr Text verlieh dem Bild ungewollt seine Sprengkraft. Sie tippte: „Armor of a soldier wounded by a cannonball at the battle of Waterloo in 1815.“ Wounded? Und damit brach der Sturm los, wirklich jeder der das Bild sah, dachte: „WTF? Verletzt? Was ist das für eine Verletzung, wenn ein zehn Zentimeter breites Loch in die Brust in Position des Herzens gestanzt wird?“ Und jeder zweite erinnerte sich an das legendäre Monty-Python-Duell mit dem schwarzen Ritter, der nach und nach alle Glieder verliert und dabei tönt, dass er wegen eines „Kratzers“ doch nicht gleich aufgeben werde.

Tod eines Kürassiers

Fotostrecke Schlacht von Waterloo – 10 Bilder

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Bilder

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