Cristian Ghilli
Junioren-Weltmeister im Tontauben-Schießen stirbt nach Jagdunfall

Cristian Ghilli zeigte sich auf Instagram mit seinen Medaillen. Nun ist das italienische Nachwuchs-Talent im Scheibenschießen ums Leben gekommen

© instagram.com/cristianghilli/

von Thomas Krause
09.01.2022, 18:30 Uhr

Nach einem Jagdunfall in Italien ist Cristian Ghilli gestorben. Der 19-Jährige hatte bereits mehrere Medaillen im Tontaubenschießen erkämpft. Nicht nur seine Familie trauert um ihn.

Stolz zeigt Cristian Ghilli drei Medaillen in die Kamera. Errungen hat er sie im Mai 2021 bei der Junioren-EM der Sportschützen im Tontaubenschießen. Es ist das vorletzte Foto, dass er auf seinem Instagram-Account gepostet hat. Denn am Donnerstag ist der 19-jährige Italiener laut übereinstimmenden Medienberichten gestorben. Demnach war Ghilli mit Freunden auf der Jagd in einem Wald bei Montecatini Val di Cecina (Provinz Pisa). Als er sich nach Patronen bückte, habe sich ein Schuss aus seiner Waffe gelöst und ihn in den Unterleib getroffen, berichtet unter anderem die italienische Zeitung „La Stampa“.

Vor den Augen der geschockten Jagdgesellschaft sei er zusammengebrochen. Trotz umgehend alarmiertem Rettungswagen und Transport ins Krankenhaus von Cecina sei Ghilli gestorben. Laut der Zeitung hätten die Ärzte trotz OP Ghillis innere Blutungen nicht stoppen können. 

Verband würdigt Cristian Ghilli

Auf der Homepage des Italienischen Schießsportverbandes Fitav bestätigt Verbandspräsident Lucciano Rossi den Tod des Nachwuchsschützen, spricht dessen Familie sein Beileid aus und würdigt Ghilli: „Im vergangenen Oktober wurde der junge Skeet-Sportler Weltmeister im Team und im Mixed Team und komplettierte seine Goldmedaille mit einem dritten Platz im Einzel bei den Weltmeisterschaften in Lima, Peru. Im Mai 2021 gewann er bei den Europameisterschaften in Osjiek,…