Erleichterung, Freude und ein wenig das Gefühl, noch einmal den Kopf aus der Schlinge gezogen zu haben – diese Gefühle überwogen bei Borussia Dortmund, nachdem man sich dank eines späten Treffers mit 3:2 bei Eintracht Frankfurt durchgesetzt hatte. Der BVB konnte damit den Rückstand auf Tabellenführer Bayern München verkürzen, der zum Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach verlor. 

Lange Zeit sah es allerdings nicht so aus, als könnte der BVB den Bayern-Ausrutscher ausnutzen. Durch zwei Treffer von Stürmer Rafael Borré war die Eintracht mit 2:0 in Führung gegangen. Dortmund tat sich schwer und hätte durchaus höher zurückliegen können. Dann aber gelang in der 71. Spielminute der Anschlusstreffer und das Spiel kippte. Nationalspieler Mo Dahoud setzte mit dem 3:2 in der 89. Minute den Schlusspunkt. „Wir haben einen geilen, emotionalen Sieg eingefahren“, freute sich Abwehrchef Mats Hummels bei Sky, goss aber gleich auch Wasser in den Wein: „Wir kassieren ständig aus Situationen Tore, aus denen keine Tore fallen dürfen.“

Am Freitagabend zum Rückrundenauftakt hatten die Bayern gegen Borussia Mönchengladbach mit einer Rumpf-Elf mit 1:2 den Kürzeren gezogen. „So, wie es den Bayern ergangen ist, ist es sehr unglücklich“, gab Gladbachs Trainer Adi Hütter zu. „Sie mussten junge, talentierte Spieler reinbringen – normalerweise hätten sie uns das Leben noch schwerer machen können.“ Thomas Müller ärgerte sich über vergebene Chancen: „Es war durchaus mehr drin. Das Schlimmste ist, dass wir die Dinger nicht reingemacht haben.“

1. FC Köln feiert dritten Sieg in Folge

Nach dem Abpfiff ballte Steffen Baumgart die Faust und jubelte in Richtung der nur spärlich besetzten Tribüne. Wie immer hatte der Kölner Trainer das Spiel seiner Mannschaft kurzärmelig mitverfolgt – auch dieses, am 18. Bundesliga-Spieltag, bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt im zugigen Berliner Olympiastadion. Am Ende stand ein verdienter 3:1-Auswärtserfolg für die…