Nach dem Abpfiff ballte Steffen Baumgart die Faust und jubelte in Richtung der nur spärlich besetzten Tribüne. Wie immer hatte der Kölner Trainer das Spiel seiner Mannschaft kurzärmelig mitverfolgt – auch dieses, am 18. Bundesliga-Spieltag, bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt im zugigen Berliner Olympiastadion. Am Ende stand ein verdienter 3:1-Auswärtserfolg für die Kölner, die früh mit 2:0 in Führung lagen, nach dem Seitenwechsel und dem Berliner Anschlusstreffer dann aber ins Wanken gerieten. Mit einem Konter in der Schlussphase machten sie schließlich alles klar. Es war der dritte FC-Sieg in Folge. Neun Punkte, die die Kölner in der Tabelle so weit nach oben schoben, wie sie es auch nach dem letzten Spieltag gerne hätten: Köln ist nun Sechster – nur noch zwei Punkte hinter Freiburg auf dem vierten Champions-League-Platz. 

Dortmund macht Boden auf Bayern gut

Da waren es nur noch sechs Punkte Rückstand: Borussia Dortmund hat sich mit 3:2 bei Eintracht Frankfurt durchgesetzt. Der BVB konnte damit den Rückstand auf Tabellenführer Bayern München verkürzen, der zum Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach verlor. Lange Zeit sah es allerdings nicht so aus, als könnte der BVB den Bayern-Ausrutscher ausnutzen. Durch zwei Treffer von Stürmer Rafael Borré war die Eintracht mit 2:0 in Führung gegangen. Dortmund tat sich schwer und hätte durchaus höher zurückliegen können. Dann aber gelang in der 71. Spielminute der Anschlusstreffer und das Spiel kippte. Nationalspieler Mo Dahoud setzte mit dem 3:2 in der 89. Minute den Schlusspunkt.

Auch ohne eigenes Tor freut sich BVB-Torjäger Erling Haaland (l.) mit dem Siegtorschützen Mo Dahoud (2.v.l.)

„Wir haben einen geilen, emotionalen Sieg eingefahren“, freute sich Abwehrchef Mats Hummels bei Sky, goss aber gleich auch Wasser in den Wein: „Wir kassieren ständig aus Situationen Tore, aus denen keine Tore fallen dürfen.“ Frankfurts Trainer Oliver Glasner war mit vielen Dingen, die seine…