Luftfahrt
Billigflieger Ryanair gibt Basis in Frankfurt auf

Ryanair gibt den Frankfurter Flughafen als Basis wieder auf. Foto: Andreas Arnold/dpa

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Wegen zu hoher Start- und Landegebühren zieht sich der Billigflieger Ryanair vom Flughafen Frankfurt zurück. In den ersten Jahren am Standort hatten die Iren Preisnachlässe genutzt.

Nach fünf Jahren gibt Europas größter Billigflieger Ryanair seine Basis am Frankfurter Flughafen wieder auf.

Die fünf dort noch stationierten Flugzeuge sollen zum Flugplanwechsel am 31. März dieses Jahres auf kostengünstigere Flughäfen umverteilt werden, teilte das irische Unternehmen am Freitag mit. Als Beispiel wurde Nürnberg genannt, wo wieder zwei Flugzeuge stationiert werden sollen.

Flüge storniert

Sämtliche Flüge ab dem 31. März wurden storniert, wie Ryanair weiter mitteilte. Passagiere mit bereits gebuchten Tickets würden in den kommenden Tagen benachrichtigt und erhielten Rückerstattungen. Am Freitag waren zunächst auf der Ryanair-Buchungs-App noch Flüge nach dem genannten Datum angezeigt worden. Für die Frankfurter Crews bietet Ryanair nach eigenen Angaben in seinem stark wachsenden Europa-Netz alternative Arbeitsplätze an.

Als Grund für den Rückzug nannte die Gesellschaft die zum Jahreswechsel erhöhten Start- und Landegebühren am größten deutschen Flughafen. «Anstatt Ryanair einen Anreiz zum Bleiben und Wachsen zu geben, hat sich Frankfurt dafür entschieden, Verkehr und Arbeitsplätze durch eine Erhöhung der Flughafenentgelte zu vertreiben», heißt es in der Mitteilung. Der Bundesregierung hielt Ryanair-Manager Jason McGuiness vor, mit den milliardenschweren Beihilfen für Lufthansa den Wettbewerb verzerrt zu haben.

Anreizprogramm ausgelaufen

Ryanair war zum Sommerflugplan 2017 erstmals an den…