Am Freitag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 303,4 gelegen, vor einer Woche bei 220,3. Der Wert beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. Die Inzidenz liegt damit wieder so hoch wie zuletzt vor Weihnachten.

Mehr als 50.000 Neuinfektionen täglich

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 55.889 Neuinfektionen verzeichnet. Es war bereits der vierte Tag in Folge mit mehr als 50.000 Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es noch 26.392.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 268 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 184 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.473.884 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 6.692.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 113.900.

Wann gibt es Herdenimmunität?

Die parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Sabine Dittmar, legte unterdessen die Messlatte für die sogenannte Herdenimmunität gegen Corona nach oben. „Unser Ziel muss es sein, zu einer Quote von 95 Prozent vor allem bei den gefährdeten Gruppen zu kommen“, sagte Dittmar der „Augsburger Allgemeinen“.

„Man hat am Anfang gedacht, dass eine Quote von 70 Prozent für die Herdenimmunität ausreicht. Das allerdings reicht, wie wir jetzt wissen, vor dem Hintergrund der zahlreichen Mutationen nicht aus.“ Omikron biete eine gewisse Chance, von einer weltweiten Pandemie in eine Endemie zu kommen. Aber dazu „brauchen wir noch mehr Impfungen“, sagte Dittmar.

Debatte über Bund-Länder-Beschlüsse

Die neuen Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie stoßen unterdessen auf ein geteiltes Echo. Die Befreiung von der Quarantäne für frisch geimpfte oder…