Bund-Länder-Beschlüsse
„Harter Schlag für Gastronomie“: Opposition kritisiert verschärfte Corona-Regeln

Bundeskanzler Olaf Scholz und Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey verkünden nach der MPK die neuesten Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie

© John MacDougall / AFP

Die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung des Coronavirus stoßen auf geteiltes Echo. Kritik hagelt es vor allem an den verschärften Gastronomie-Regeln. Gleichzeitig kündigen sich für das Wochenende neue Proteste an.

Angesichts der erneut steigenden Infektionszahlen haben Bund und Länder die Corona-Regeln für die Gastronomie verschärft. Ab Montag gilt bundesweit eine 2G-plus-Regelung für Restaurants, Cafés oder Kneipen. Das bedeutet, dass nur noch Geboosterte oder doppelt Geimpfte mit tagesaktuellem Test Zugang erhalten sollen. Mehrere Bundesländer hatten die neue Regelung schon vor der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen. Doch es ziehen nicht alle mit: Sachsen-Anhalt kündigte an, die Regelung nicht umzusetzen – auch Bayern will die Pläne noch prüfen.

Zudem will die Bund-Länder-Runde die Quarantänevorschriften lockern. Geboosterte Kontaktpersonen werden künftig von der Quarantäne befreit. Die neue Ausnahme gilt auch für frisch doppelt Geimpfte und frisch Genesene – also für Kontaktpersonen, deren Erkrankung oder Impfung weniger als drei Monate zurückliegt.

Die neuesten MPK-Beschlüsse sorgen für gespaltene Reaktionen. Ein Überblick.

Opposition kritisiert verschärfte Gastro-Regeln

Kritik kam vor allem aus der Opposition. Linksfraktionschef Dietmar Bartsch bezeichnete die verschärfte 2G-Plus-Regelung als „harten Schlag“ für die Gastronomie. Die Hospitalisierungsrate scheine kaum noch eine Rolle zu spielen. Die Politik verenge den Blick auf die Inzidenzen, die bei der Omikron-Variante wenig über die…