Mining-Hochburg
Warum die Kasachstan-Krise Folgen für den Bitcoin hat

Der Bitcoin ist die wichtigste Kryptowährung der Welt

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Die heftigen Unruhen in Kasachstan haben auch Auswirkungen auf das Geschäft mit Kryptowährungen: Denn das Land ist eine Hochburg für das Schürfen neuer Bitcoin. Der aktuelle Kurs-Absturz hat aber wohl einen anderen Grund.

Es sind dramatische Bilder, die uns seit Tagen aus Kasachstan erreichen. Die Wut über gestiegene Treibstoffpreise führt zu gewaltsamen Protesten gegen die Regierung, Sicherheitskräfte schießen mit scharfen Waffen auf Demonstranten, Russland schickt Soldaten. Es gibt Tote und Verletzte.

Neben den politischen und menschlichen Dramen hat die Krise in der früheren Sowjetrepublik aber auch noch einen überraschenden Nebeneffekt: Das Geschäft mit der Kryptowährung Bitcoin wird durcheinander gewirbelt. Denn was die wenigsten wissen dürften: Kasachstan ist weltweit das zweitwichtigste Land für das Schürfen neuer Bitcoin. Laut Daten der Universität Cambridge wird das Bitcoin-Mining nur in den USA noch aktiver betrieben, im August 2021 stammte fast ein Fünftel der weltweiten Bitcoin-Rechenpower aus Kasachstan. Die vormalige Nummer eins China hat hingegen im vergangenen Jahr massiv an Bedeutung verloren, weil die Regierung restriktiv gegen Bitcoin-Schürfer vorgeht. 

Neue Bitcoin werden durch aufwendige Rechenoperationen geschaffen, für die enorme Computerkapazitäten nötig sind. Aufgrund der massiven Unruhen im Land hat die kasachische Regierung in dieser Woche aber zeitweise das Internet gekappt. In großen Kryptomining-Gruppen sei die sogenannte Hashrate, eine Maßeinheit für die verwendete Rechenleistung, daraufhin am Donnerstag um 14 Prozent gefallen, berichtet Reuters.

Bitcoin-Kurs schmiert ab

Für Aufregung sorgt zudem, dass in dieser Woche auch…