Zwischenfall bei Schottland
„Shit! What the Hell!“ – der Schock, als ein britisches Kriegsschiff von Putins U-Boot gerammt wurde

Im Moment der Kollision befand sich das Team des Senders auf der Brücke,

© Channel 5 / PR

von Gernot Kramper
07.01.2022, 11:30 Uhr

Der Kalte Krieg lebt wieder auf. 2020 belauerten sich eine britische Fregatte und ein russisches U-Boot, als plötzlich das Sonar der HMS „Northumberland“ getroffen wird. Eine TV-Dokumentation zeigt den Vorfall nun aus nächster Nähe.

Lautlos schiebt sich ein U-Boot durch die See, wenige Meter über dem Boot pflügt ein Zerstörer durch die Wellen. Hollywoodfilme lieben solche Szenen und tatsächlich finden sie statt. Im britischen TV-Sender Channel 5 ist in der Dokumentation „Life at Sea“ zu sehen, wie ein Matrose auf der Brücke der Fregatte HMS „Northumberland“ schreit: „Shit! What the Hell? Was war das?“ In diesem Moment schrammt ein russisches Attack-U-Boot direkt am „Hörrohr“ des Schiffes, dem Sonar, entlang.

Potenzielles Schlachtfeld 

Seit der Annexion der Krim und den Spannungen in der Ostukraine ist es mit der friedlichen Koexistenz der Großmächte im Nordatlantik vorbei. Heute „spielen“ sie wieder U-Bootkrieg, so wie in dem Hollywood-Film „Jagd auf Roter Oktober“ dargestellt. Die Grundregeln des Spiels sind immer gleich: Der Nordatlantik ist ein vitales Gebiet für die NATO, im Falle eines Konfliktes muss diese Nachschublinie zwischen den USA und West-Europa um jeden Preis freigehalten werden. Die Überwasserschiffe damals der UdSSR und heute Russlands sind der US-Navy und ihren Verbündeten nicht gewachsen. Aber die U-Boote können sie austricksen und zu gefährlichen Jägern werden. Darum ist schon die Präsenz der Boote aus Sicht des Westens eine Bedrohung.

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