Konjunktur
Außenhandel trotz Zuwächse in «schwierigem Fahrwasser»

Container mit Waren im Hamburger Hafen: Das Statistische Bundesamt hat neue Exportzahlen veröffentlicht. Foto: Christian Charisius/dpa

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Der deutsche Export übertrifft das Ergebnis des Corona-Krisenjahres in den ersten elf Monaten 2021 deutlich. Ob die Ausfuhren das Tempo halten können, ist allerdings fraglich.

Deutschlands Exporteure haben zum Jahresende 2021 noch einmal Gas gegeben. Die Unternehmen lieferten im November Waren im Gesamtwert von 125,7 Milliarden Euro ins Ausland.

Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 1,7 Prozent mehr als im Oktober 2021 und 12,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Sorgen bereiten jedoch die anhaltenden Lieferengpässe, die auch im November die Industrieproduktion bremsten. Wird weniger produziert, kann auch weniger exportiert werden.

«Wir können nicht davon ausgehen, dass sich der Außenhandel auch in den kommenden Monaten so prächtig entwickelt, auch wenn das natürlich wünschenswert wäre», sagte Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), am Freitag. Probleme in der Logistik, Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten, hohe Energiepreise und nicht zuletzt auch die ungewisse Pandemieentwicklung blieben Faktoren, die die Aufwärtsbewegung stoppen könnten.

Auswirkung von Preissteierungen

In den ersten elf Monaten 2021 übertraf der Außenhandel das Ergebnis des Corona-Krisenjahres deutlich: Von Januar bis einschließlich November vergangenen Jahres verbuchte der Export ein Plus von 13,8 Prozent auf 1258 Milliarden Euro. Die Einfuhren legten noch kräftiger um 16,1 Prozent auf 1091,4 Milliarden Euro zu.

Das Niveau von Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Coronabeschränkungen, übertrafen die…