Verbraucherinnen und Verbraucher können wieder über die „Mogelpackung des Jahres“ abstimmen. Die Verbraucherzentrale Hamburg nominierte fünf Kandidaten, die durch „besonders raffinierte Füllmengenänderungen“ im vergangenen Jahr deutlich teurer wurden. Auf der Liste finden sich Kitkat von Nestlé, Kekse von Bahlsen und von Griesson-de Beukelaer sowie Soßen von Knorr und von Homann. Die Abstimmung im Netz läuft bis zum 24. Januar.

So werfen die Verbraucherschützer Nestlé vor, nur noch vier KitKat-Riegel in eine Umverpackung zu packen statt fünf wie bisher. Damit würden die Schokoriegel bei gleichem Preis von 1,99 Euro „klammheimlich“ um 25 Prozent teurer. „Der Konzern weiß, dass dieser Trick gut funktioniert, und hat diese Masche schon häufiger bei seinen Süßwaren angewendet“, kritisierte die Verbraucherzentrale.

Die fünf Kandidaten für den Negativpreis waren im vergangenen Jahr bereits jeweils zur „Mogelpackung des Monats“ gekürt worden. Nestlé hatte im März argumentiert, mit der Anpassung auf gestiegene Kosten in den vergangenen Jahren reagiert zu haben. 

Luftige Keksverpackungen

Bahlsen und Griesson-de Beukelaer stellen die Verbraucherschützer für sehr luftige Verpackungen von Waffelblättchen an den Pranger. Bei der Sorte „Perpetum“ von Bahlsen habe der Hersteller einen anderen Namen und ein „schickes“ Verpackungsdesign ersonnen, bei gleichem Preis steckten aber nur noch 97 statt 130 Gramm im Karton. Früher hießen die Kekse „Afrika“. Bahlsen erklärte im Juni, die Waffeln ohne Preiserhöhung nicht mehr wirtschaftlich produzieren zu können.  

Griesson-de Beukelaer vergrößerte die Umverpackung für seine „Wurzener Waffelblättchen“ demnach um fast das Doppelte – die Menge habe sich jedoch kaum verändert. Statt 100 Gramm für 99 Cent verkaufe das Unternehmen nun 103 Gramm für 1,29 Euro. Das Gebäck sei so um 27 Prozent teurer geworden. Der Hersteller…