Als Sidney Poitier 1967 mit dem Regisseur Norman Jewison „In der Hitze der Nacht“ drehte, stand er bereits seit siebzehn Jahren vor der Kamera und hatte in 25 Filmen mitgewirkt. Darunter in Werken wie „Flucht in Ketten“, „Porgy und Bess“ und „Paris, Blues“. Mehrfach ausgezeichnete Filme, anerkannt von Kritikern und Publikumserfolge dazu. Und doch kann „In der Hitze der Nacht“ als Vermächtnis des Künstlers angesehen werden. Einerseits spielte Poitier den Charakter des Kriminalbeamten Virgil Tibbs herausragend. Auf der anderen Seite war das Südstaatendrama eine grandiose filmische Unterstützung der Bürgerrechtsbewegung, die sich in den USA seit Ende der 1950er-Jahre formiert hatte.

Sidney Poitier erhielt 2002 den Ehren-Oscar

Durch den rassistischen Sumpf

Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt im Bundesstaat Mississippi, wo ein reicher Investor ermordet wird. Virgil Tibbs (Sidney Poitier), der sich gerade zufällig am Bahnhof der Stadt aufhält, wird festgenommen. Ohne jeden Hinweis auf einen Verdacht wird er aufgrund seiner Hautfarbe dem lokalen Polizeichef als Täter präsentiert. Erst als sich herausstellt, dass Tibbs selbst Polizist ist und bei der Mordkommission in Philadelphia arbeitet, ändert sich die Situation. Tibbs wird sogar von seinem Vorgesetzten aufgefordert, die örtliche Polizei bei der Aufklärung zu unterstützen. Wobei er durch den rassistischen Sumpf der Kleinstadt waten muss, ihm überall Vorbehalte, Ablehnung und Neid entgegenschlagen.

„In der Hitze der Nacht“ ist bis heute einer der besten Filme zum Thema Rassismus. Auf die im Film gestellte Frage: „Virgil ist ja ein lustiger Name für einen Neger-Jungen aus Philadelphia. Wie nennen sie dich dann da?“, antwortet der Polizist schlicht: „Sie nennen mich Mr. Tibbs!“

Legendär: „In der Hitze der Nacht“ mit Sidney Poitier

Vom Tellerwäscher nach Hollywood

Sidney Poitier wurde 1927 in Miami geboren. Seine Eltern waren einfache Landwirte, die von den Bahamas stammten. Dort wuchs er auf und wurde mit…