Ausgangslage:

Manuel Neuer, Kingsley Coman, Corentin Tolisso, Omar Richards, Lucas Hernandez, Tanguy Nianzou, Leroy Sané und Dayot Upamecano – gleich acht Bayern-Profis sind positiv auf Corona getestet worden und fallen daher beim Rückrunden-Auftakt gegen die Gladbacher aus. Stattfinden soll das Spiel aber trotzdem – und so lange die Münchener mindestens 16 fitte und spielberechtigte Lizenzspieler aufbieten können, ist den Anforderungen der DFL Genüge getan und die Bayern müssen spielen. Aufgefüllt werden darf der Kader mit Amateurspielern, die in der Lizenzmannschaft spielberechtigt sind. Wichtig ist dabei zu wissen, dass verletzte oder gesperrte Spieler ebenfalls als „zur Verfügung stehend“ gelten, da es sich bei Verletzungen und Sperren um sporttypische Sachverhalte handelt.

Auch an der Borussia ist die Corona-Pandemie nicht spurlos vorbeigegangen: Mit Denis Zakaria, Joe Scally, Mamadou Doucouré und Keanan Bennetts befinden sich vier Spieler in Quarantäne. Die Konkurrenz des klaren Tabellenführers aus München – wenn man denn behaupten möchte, dass es eine solche tatsächlich gibt – insbesondere Verfolger Borussia Dortmund, wäre wohl nicht böse, wenn die Bayern zum Rückrundenauftakt strauchelten, damit ihr Neun-Punkte-Vorsprung wieder ein wenig schmilzt.

Stimmen:

Julian Nagelsmann (FC Bayern München): „Es ist, wie es ist. Wir müssen aus der Situation das Beste machen. Ich bin keiner, der rumheult. Aus Trainersicht ist das trotzdem total reizvoll. Spieler spielen auf Positionen, auf denen sie nicht ausgebildet sind.“ 

Adi Hütter (Borussia Mönchengladbach): „Wir kennen die Tabelle. Die Situation ist nicht ungefährlich, aber wir sind überzeugt von unserer Mannschaft. Wir wollen in der Rückrunde eine Aufholjagd starten.“ 

Statistik:

Zieht man die letzten zehn Bundesliga-Duelle der beiden Klubs heran, ist die Bilanz fast ausgeglichen. Fünfmal behielten die Bayern die Oberhand, viermal die Gladbacher, das bislang letzte Aufeinandertreffen in der Liga…