„Der Untersuchungsausschuss will jedes Detail darüber in Erfahrung bringen, was am 6.Januar 2021 und in den Tagen zuvor im Weißen Haus vor sich ging. Wir müssen genau wissen, welche Rolle der frühere Präsident und seine Mitarbeiter bei den Bemühungen spielten, die Auszählung der Wählerstimmen zu stoppen, und ob sie mit jemandem außerhalb des Weißen Hauses in Kontakt standen, der versuchte, den Ausgang der Wahl zu kippen.“ So formuliert der Vorsitzende des parlamentarischen Gremiums, Bennie Thompson, die Ziele der Ermittlungen, deren Anlass sich genau vor einem Jahr zugetragen hat und dessen Hintergründe immer noch nicht vollends geklärt sind.

Was schrieb Sean Hannity Donald Trump?

Rund 150 Zeugen hat das Gremium bereits befragt und Zehntausende Dokumente erhalten. Darunter zum Beispiel Textnachrichten an den Stabschef Mark Meadows, in denen sich etwa Fox-News-Moderatorin Laura Ingraham darüber beschwert, dass die Erstürmung des US-Kapitols durch Trump-Anhänger das „politische Erbe“ des US-Präsidenten zerstören würde. Auch ihr Kollege Sean Hannity hat sich dem Ausschuss zufolge am 6. Januar im Weißen Haus gemeldet und sich „besorgt über die nächsten 48 Stunden“ gezeigt. Nun wollen die Mitglieder wissen, warum er kurz vor dem Sturm auf das US-Parlament „besorgt“ war. Hannity soll ebenfalls aussagen.

Heute vor einem Jahr

Der Sturm auf das Kapitol: Diese Bilder erschütterten die Welt

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07.01.2021

Der überzeugte Trump-Anhänger gehört zu 35 Personen aus dem Umfeld des damaligen US-Präsidenten, die von den Parlamentariern zu einer Aussage vorgeladen wurden. Nicht alle sind der Bitte um Aussage gefolgt. Der ultrarechte Stratege Steve Bannon etwa hat die Kooperation verweigert und wurde wegen Missachtung des Kongresses angeklagt. Auch Trumps früherem Stabschef Mark Meadows droht eine solche Anklage.

Manche der Zeugen sind prominent, andere…