Riester-Rente
Riester auf dem Prüfstand – Rentenpräsidentin will Antworten

Was wird aus der Riester-Rente? Foto: Lino Mirgeler/dpa

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Was wird aus der Riester-Rente? Derzeit gibt es dazu nur eine klare Antwort: Sie soll reformiert werden. Die Rentenversicherung möchte Klarheit – andere fordern einen neuen Weg zur Privatvorsorge.

Die Deutsche Rentenversicherung hat die Ampel-Koalition zur Klärung der Zukunft der Riester-Rente aufgefordert.

Verbraucherschützer pochten auf eine grundlegende Neuordnung. Die Koalition aus SPD, Grünen und FDP hatte eine grundlegende Reform des bisherigen Systems der privaten Altersvorsorge angekündigt, aber offengelassen, wie die Menschen künftig konkret vorsorgen können.

«Es gibt Menschen, die sagen: Riester ist für mich eine gute Vorsorge», sagte die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Für diese Menschen lässt der Koalitionsvertrag offen, wie es weitergeht.» Der Verbraucherzentrale Bundesverband hält die Riester-Rente nicht für zukunftsfähig. Riester brauche «tatsächlich eine Neuregelung» mit gutem Bestandsschutz, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, der dpa.

Rund 16 Millionen Riester-Verträge

Nach Angaben des Arbeitsministeriums gab es im dritten Quartal 2021 mehr als 16,2 Millionen Riester-Verträge mit staatlicher Förderung in Deutschland. Roßbach sagte, die Riester-Rente werde vor allem von «wichtigen Zielgruppen» wie Frauen mit Kindern und Personen mit geringem Verdienst genutzt. «Hier lässt der Koalitionsvertrag manche Frage offen.» Roßbach verwies auf den im Koalitionsvertrag angekündigten Bestandsschutz für laufende Riester-Verträge. «Aber was passiert mit neuen Anträgen? Will man unter den bisherigen Konditionen auch weitere Anträge ermöglichen?»