Australian Open
Einreise-Farce: Warum andere Profis ins Land durften und Djokovic nicht

Novak Djokovic vor knapp einem Jahr nach seinem Sieg bei den Australian Open 2021

© Paul Crock / AFP

von Tim Schulze
06.01.2022, 20:19 Uhr

Während Novak Djokovic die Einreise nach Australien verweigert wurde, sind andere Tennisprofis offenbar mit der gleichen Ausnahmegenehmigung ins Land gelangt. Das könnte sich als peinlich für die Einreisebehörden herausstellen.

Der Fall Djokovic wächst sich mittlerweile zu einer internationalen Affäre aus. Sogar die serbische Ministerpräsidentin Ana Brnabic hat sich eingemischt. Für sie ist der Fall klar: Das Einreiseverbot nach Australien habe politische Gründe. Welche das sein sollen, erwähnte sie nicht.

Der Vater des Weltranglisten-Ersten, Srdjan Djokovic, verglich die Festsetzung seines Sohnes in einem Qurantäne-Hotel mit dem Schicksal von Jesus: „Jesus wurde gekreuzigt, ihm wurde alles angetan, und er ertrug es und lebt immer noch unter uns“, verkündete er auf einer Pressekonferenz.

Dabei handelt in dem Fall mutmaßlich um eine ganz irdische Posse, zu der beide Seiten ihren Teil beitragen.

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Novak Djokovic

Der serbische Tennisstar kämpft nach der Stornierung seines Einreise-Visums praktisch in letzter Minute gegen seine Abschiebung aus Australien. Anwälte des Weltranglisten-Ersten legten am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) vor einem Gericht in Melbourne Rechtsmittel gegen den Visumsentzug ein, wie das australische Nachrichtenportal „The Age“ berichtete. Demnach suchten sie noch Dokumente zusammen und sollten im Laufe des Tages von Richter Anthony Kelly gehört werden. Djokovic war mit einer höchst umstrittenen medizischen Ausnahmegenehmigung nach Australien gereist und…