Diktatur in Ostasien
Nordkorea startet das neue Jahr mit Raketenabschuss

Dieses Foto wurde von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestellt und soll den Testabschuss einer Hyperschallrakete zeigen. Verifizieren lässt sich das nicht.

© KCNA / DPA

Nordkorea hat erneut erfolgreich eine Hyperschallrakete getestet – sagt zumindest das dortige Regime. Die Medien der selbst erklärten Atommacht jubeln über den militärischen Erfolg.

Es gibt zu Jahresbeginn wieder Nachrichten aus Nordkorea – und wie meist sind es keine guten. Das Regime in Ostasien hat nach eigenen Angaben eine Hyperschall-Rakete getestet und bezeichnete die Aktion als erfolgreich. Die Rakete habe einen Sprengkopf transportiert, der „präzise ein Ziel in 700 Kilometern Entfernung getroffen habe“, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag. Der Test durch die Akademie für Verteidigungswissenschaft fand demnach am Vortag statt. 

Die Aktion habe die Funktionsfähigkeit der Flugsteuerung und die „Stabilität der Rakete in der aktiven Flugphase bestätigt“, erklärte KCNA. Außerdem sei das „Kraftstoffampullensystem unter winterlichen Bedingungen“ erfolgreich getestet worden.

Nordkoreas Rakete soll im Flug manövrierfähig sein

Nordkorea hatte erstmals im vergangenen Jahr den erfolgreichen Test einer Hyperschall-Rakete gemeldet. Waffen dieser Art können mehr als die fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen und sind im Flug manövrierfähig. So sind sie für die herkömmliche Luftabwehr schwer auszumachen und abzufangen.

Am Mittwoch hatten Südkorea und die USA den Test einer mutmaßlichen ballistischen Rakete durch Nordkorea gemeldet und scharf verurteilt. Nach Angaben aus Seoul war die Rakete östlich der koreanischen Halbinsel im Meer gelandet. „Dieser Start verstößt gegen mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrats…