Interview

Corona-Pandemie
Luca-App: Chef verteidigt Nutzen seiner Software vehement

Der Check-In per Luca-App ist bei vielen Locations inzwischen Pflicht.

© Paul Zinken / DPA

von Christian Hensen
06.01.2022, 16:37 Uhr

Die Luca-App muss sich seit Erscheinen in den App Stores viel Kritik gefallen lassen. Im Gespräch mit dem stern erklärt Luca-Chef Patrick Hennig, warum die Funktionalität und Sicherheit seiner Software oftmals missverstanden werden.

Fehlersammlungen wie Luca.fail oder ein Twitter-Thread des Chaos-Computer-Club-Mitglieds Manuel Atug werfen kein gutes Licht auf die Luca-App. Eigentlich soll die Software Ämtern rechtskonform dabei helfen, Kontakte zu verfolgen und die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Doch kritisieren IT- und Security-Experten oftmals die Sicherheit, die Programmierung oder einfach nur die aus ihrer Sicht horrenden Kosten für die App, die längst überforderten Ämtern im Zweifel kaum helfe. Die noble Absicht, Gesundheitsämtern die Arbeit zu erleichtern und Infektionsketten sicher und schnell zu unterbrechen, rückt bei Betrachtung der Software oft in den Hintergrund.

Aber liegt das nur an der App? Oder eher an deren Nutzung? Vielleicht sitzt der Fehler und damit die Quelle aller Missverständnisse ja wirklich vor dem Bildschirm. Luca-Chef Patrick Hennig schätzt im stern-Interview die Lage ein und reagiert damit auch auf die jüngste Kritik von Bianca Kastl, die aus Sicht der Luca-Macher aus der Position eines konkurrierenden Unternehmens argumentiert. Als Projektmanagerin für den Innovationsverbund „Öffentliche Gesundheit“ arbeitet Kastl an Iris Connect, laut Hersteller einem „Gateway-System, das die Potentiale der digitalen Kontaktnachverfolgung für Gesundheitsämter bestmöglich nutzbar macht“.

Bianca Kastl bezeichnete Luca jüngst als wirkungslos. Parallel zu diesem Interview mit Luca-Chef Patrick Hennig…