von Volker Königkrämer
06.01.2022, 17:12 Uhr

Alle diskutieren über eine mögliche Impfpflicht. Doch wie soll die kontrolliert werden? Im Gespräch ist ein nationales Impfregister. Das Instrument hat inzwischen viele Befürworter, doch es wirft auch Fragen auf. Die Antworten darauf sind nicht ganz einfach.

Anfang Januar, so hieß es zunächst, werde sich der Bundestag mit der möglichen Einführung einer Impfpflicht befassen. Doch der Zeitplan hinkt hinterher. Offenbar dauert es länger, die verschiedenen geplanten Gesetzentwürfe vorzubereiten. Unmittelbar verbunden mit der Diskussion um eine Impfpflicht ist jedoch die Frage, wie ein solches Vorhaben überhaupt kontrolliert werden kann. Als mögliches Instrument gilt dabei die Erstellung eines nationalen Impfregisters. Doch wie bei der Impfpflicht gibt es auch in dieser Frage eine kontroverse Diskussion. Wir fassen den Stand der Debatte zusammen.

Warum ist ein Impfregister sinnvoll?

Wie jedes Register oder jede Datenbank hat auch ein Impfregister den zentralen Vorteil, Menschen bzw. Daten unter bestimmten Kriterien zusammenzufassen, zu gliedern, sie in Gruppen einzuordnen etc.. Der Bund oder die Krankenkassen könnten die Versicherten auf Impftermine hinweisen, sie über neue Verordnungen auf dem Laufenden halten oder mit anderen wichtigen Informationen zur Impfung versorgen. Genauso könnten Ordnungs- oder Gesundheitsämter den Impffortschritt kontrollieren und eingreifen, falls eine Impfung nicht erfolgt ist.

Neu ist die Idee eines Impfregisters nicht. Laut „Wirtschaftswoche“ hat das Robert-Koch-Institut (RKI) bereits 2016 im Auftrag der Gesundheitsministerkonferenz eine Nutzen- und Aufwandsanalyse durchgeführt. Damals habe sich der Mehrwert eines solchen Registers allerdings nicht abbilden lassen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte.

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