Einkommen
Ein Fünftel aller Vollzeitbeschäftigten sind Geringverdiener

Der Anteil der Geringverdienenden lag bei Vollzeitbeschäftigten ohne Berufsabschluss bei 40,8 Prozent. Foto: Daniel Karmann/dpa

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Die Zahl der Geringverdiener in Deutschland ist deutlich gesunken, gerade im Osten. Allerdings gibt es je nach Region, Job und Geschlecht noch immer große Unterschiede.

Fast ein Fünftel aller Vollzeitbeschäftigten in Deutschland sind Geringverdiener.

Sie müssen mit einem Bruttoarbeitsentgelt unter 2284 Euro im Monat über die Runden kommen. Das geht einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor.

Überdurchschnittlich häufig müssen demnach Frauen, junge Vollzeitbeschäftigte, solche mit ausländischer Staatsangehörigkeit und Personen ohne Berufsabschluss mit geringen Löhnen auskommen. Nach wie vor ist außerdem der Anteil der Geringverdiener in Ostdeutschland deutlich höher als im Westen.

Die Studie stützt sich auf Entgelt-Daten der Bundesagentur für Arbeit. Bundesweit zählten demnach 2020 rund 18,7 Prozent der Vollzeitbeschäftigten zu den Geringverdienenden, die weniger als zwei Drittel des mittleren monatlichen Bruttoarbeitsentgelts aller sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten verdienen.

Gegenüber dem Jahr 2011 ist dies allerdings eine spürbare Verbesserung. Damals fielen noch 21,1 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in die Kategorie der Geringverdiener. «In den letzten Jahren ist es gelungen, den unteren Entgeltbereich zurückzudrängen», beschrieb Helge Emmler, einer der Verfasser der Studie, den Trend. Dies gelte insbesondere für Ostdeutschland.

Die Studie zeigt große Einkommensunterschiede nach Regionen, Geschlecht, Branchen und Qualifikation. Während 2020 in…